Zu Beginn der Feriensaison: Auf den „Sicheren Busbetrieb“ achten


08 Jul 2008 [20:39h]     Bookmark and Share


Zu Beginn der Feriensaison: Auf den „Sicheren Busbetrieb“ achten

Zu Beginn der Feriensaison: Auf den „Sicheren Busbetrieb“ achten



Sichererbusbetrieb.de gibt Passagieren und Unternehmen Orientierung

Berlin – Wie sicher ist eine Fahrt im Reisebus? Diese Frage stellen sich Passagiere, die durch Berichte über schwere Busunfälle verunsichert sind. Statistisch gesehen ist zwar der Reisebus eines der sichersten Verkehrsmittel, ein Unfall hat jedoch meistens verheerende Folgen, wie jüngst das schwere Unglück mit einer Toten und 13 Schwerverletzten auf der A4 bei Bautzen gezeigt hat. Mit dem unabhängigen Zertifikat „Sicherer Busbetrieb“ hat der VdTÜV eine Orientierungshilfe geschaffen, die den Kunden bei der Auswahl ihrer Reiseveranstalter helfen soll. Mit ihm wurde ein bundesweit einheitlicher Standard geschaffen, der in einem Zertifikat die Einhaltung höchster Sicherheitsanforderungen dokumentiert.

Sowohl Busunternehmen als auch ihre Kunden können sich umfassend im Internet unter der Adresse sichererbusbetrieb.de über das Zertifikat „Sicherer Busbetrieb“ informieren. Dort sind für interessierte Unternehmen wichtige Erläuterungen zu den Anforderungen und den Kriterienkatalog erhältlich. Passagiere können sich mit Hilfe einer Postleitzahlensuche gezielt einen Überblick über die zertifizierten Busbetriebe in ihrer Gegend verschaffen.

Das unabhängige Zertifikat wurde von TÜV Hessen, TÜV Süd, Dekra, TÜV Thüringen, TÜV Nord, TÜV Hanse und TÜV Rheinland unter dem Dach des Verbandes der TÜV (VdTÜV) entwickelt. Rund 50 Unternehmen aus der Reise- und Nahverkehrsbranche haben sich bereits zertifizieren lassen. Deutschlandweit tragen 1.200 Busse das Zertifikat „Sichererer Busbetrieb.“

Das Zertifikat „Sicherer Busbetrieb“ wird nach einer umfassen den Systemprüfung vergeben. Unabhängige Sachverständige untersuchen sowohl die Fahrzeuge, als auch die Fahrer und die organisatorischen Abläufe der Unternehmen auf der Grundlage eines umfangreichen Kriterienkataloges. „Es nützt nichts, wenn ein technisch einwandfreier Bus von einem übermüdeten Fahrer gesteuert wird“, erläutert Dr. Klaus Brüggemann, Präsidiumsmitglied des Verbandes der TÜV e.V. (VdTÜV). „Deshalb legt unser ganzheitlicher Ansatz sein Gewicht genauso auf die technische Sicherheit wie auf das betriebsinterne Qualitätsmanagement im Umgang mit Passagieren und Fahrpersonal.“

Für Reisende bedeutet das Zertifikat die Sicherheit, dass das Busunternehmen freiwillig weit über den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen hinaus Kriterien erfüllt, die von einem neutralen Dritten periodisch überwacht werden. „Aber auch die Unternehmen profitieren von dieser Zertifizierung“, so Dr. Brüggemann, „sie verpflichten sich, die Kriterien des Zertifikates einzuhalten und lösen einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess aus.“ Der Anforderungskatalog für das Zertifikat „Sicherer Busbetrieb“ wird fortlaufend von einer Expertengruppe weiterentwickelt.

Das Zertifikat „Sicherer Busbetrieb“ geht zurück auf einen Aufruf des damaligen Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe, der nach einer tragischen Unfallserie im Jahr 2004 die Busbranche zu freiwilligen Qualitätsmaßnahmen aufrief. Der VdTÜV setzte dies gemeinsam mit den TÜV-Unternehmen und DEKRA um und unterstützt damit die europäische Verkehrssicherheitscharta, durch die die Zahl der Verkehrstoten in Europa bis zum Jahr 2010 halbiert werden soll.







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