Wirtschaftsfaktor Ferienhaus: Deutsche Ferienhausbranche generiert jährlich mehr als 10 Milliarden Euro


28 Jan 2020 [15:47h]     Bookmark and Share


Wirtschaftsfaktor Ferienhaus: Deutsche Ferienhausbranche generiert jährlich mehr als 10 Milliarden Euro

Foto: Carstino Delmonte



Frankfurt – Ferienhausurlaub hierzulande boomt: Die Deutschen geben pro Jahr mehr als 10 Milliarden Euro während des Urlaubs im Ferienhaus aus und unterstützen damit die regionale Wirtschaft in deutschen Urlaubsregionen. Mit Einnahmen von rund vier Milliarden Euro profitieren die lokale Gastronomie sowie der örtliche Lebensmitteleinzelhandel am stärksten vom Ferienhaustourismus.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Centrums für marktorientierte Tourismusforschung (CenTouris) der Universität Passau, die von einem Ferienhausvermittler in Auftrag gegeben wurde. Die Studie zeigt, dass deutsche Urlauber pro Jahr jeweils fünf Milliarden Euro für ihren Aufenthalt im Ferienhaus oder der Ferienwohnung und für alle weiteren Aktivitäten während ihrer Reise investieren. Mehr als ein Drittel der Ausgaben am Urlaubsort inklusive Übernachtungskosten kann demnach allein dem Ferienhausmarkt zugerechnet werden.

„Ferienhausurlaub hat in Deutschland Tradition, seit Jahrzehnten bietet der Urlaub im Ferienhaus Familien die Möglichkeit, neue Orte zu entdecken und dabei die Geborgenheit des eigenen Zuhauses zu genießen“, so Aye Helsig, Regional Director bei dem Vermittler für Zentraleuropa. „Dass Ferienhaustourismus aber auch einen wichtigen Beitrag für die lokale Wirtschaft leistet, belegt unsere aktuelle Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Passau. Die durch Reisende generierten Einnahmen für lokale Gastronomiebetriebe oder den regionalen Einzelhandel helfen dabei, das Einkommen für viele Familienbetriebe abseits der Tourismuszentren zu sichern und können gleichzeitig auch dazu beitragen, Kapazitätsengpässe in Ballungszentren zu entlasten.“

Ferienhausurlaub stärkt ländliche Regionen

Vor allem ländliche Regionen profitieren von Ferienhausurlaubern, da sich ein Großteil der Ferienhäuser außerhalb großer Ballungszentren, am Stadtrand oder in kleineren Orten befindet. Insbesondere die Küstenbundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern weisen einen prozentual höheren Anteil an Ferienhausurlaubern als an Hotelgästen aus, während der Anteil in Großstädten wie Berlin oder Hamburg mit fünf beziehungsweise neun Prozent deutlich geringer ist. Der Ferienhaustourismus bietet demzufolge vielversprechende Entwicklungspotenziale für den ländlichen Raum.

Mehr Umsatz durch Einkäufe und Freizeitaktivitäten

Insgesamt geben Ferienhausurlauber mehr Geld am Urlaubsort aus als Reisende, die ausschließlich in Hotels übernachten. Denn bei einem Ferienhausaufenthalt von durchschnittlich sieben Nächten wird mehr Budget für Einkäufe oder Freizeitaktivitäten benötigt als für einen Hotelaufenthalt, der im Schnitt nur vier Nächte dauert. Pro Person und Ferienhausaufenthalt werden am Urlaubsort durchschnittlich 300 Euro im Sommer- und 312 Euro im Winterurlaub ausgegeben. Hotelurlauber lassen hingegen durchschnittlich nur 237 Euro beziehungsweise 243 Euro am Urlaubsort.

Nicht nur Selbstversorger

Besonders für Lebensmittel geben Ferienhausurlauber prozentual mehr aus als Hotelgäste (21% vs. 13% im Winterurlaub, 25% vs. 12% im Sommerurlaub). Am stärksten profitiert aber die örtliche Gastronomie: 29 Prozent des Urlaubsbudgets entfällt auf Besuche im Restaurant, Café oder der Eisdiele. Ferienhausurlauber sind damit nicht nur als klassische Selbstversorger zu verstehen, sondern unterstützen auch kleinere Betriebe, die ohne die zusätzlichen Einnahmen vielleicht nicht bestehen könnten.

Über die Studie: Die Studie zum Thema „Reisemarkt

Ferienwohnungen/-häuser in Deutschland“ wurde von Anbieter FeWo-direkt in Auftrag gegeben und vom Centrum für marktorientiere Tourismusforschung der Universität Passau durchgeführt und ausgewertet. Die realisierte Stichprobe enthält 3.049 gültige Fälle durch eine Online-Befragung im Zeitraum vom 18. September bis 2. Oktober 2019.







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