TripAdvisor Umfrage: Reisetrends 2009


12 Nov 2008 [12:15h]     Bookmark and Share


TripAdvisor Umfrage: Reisetrends 2009

TripAdvisor Umfrage: Reisetrends 2009



Natur und Kultur im Trend – Angst vor Bakterien und Schmutz präsent – Von der Arbeit abschalten fällt Urlaubern schwer – Russen, nein danke; Amerikaner, ja gerne

Frankfurt – TripAdvisor®, die weltweit größte Online-Reise-Community, hat die Ergebnisse ihrer jährlichen Umfrage zu den Reisetrends im kommenden Jahr bekannt gegeben. In Deutschland haben daran fast 450 Nutzer teilgenommen und damit eine deutsche Sicht auf Reisetrends 2009 gewährt.

Reisen ins Grüne statt grüner Reisen

Im Allgemeinen sind Ausflüge in Naturschutzgebiete und -parks in der kommenden Saison sehr beliebt. 83 % der Befragten würden diese gerne als Ausflugsziele in Urlaub und Freizeit ansteuern, 60 % halten es für wahrscheinlich wandern zu gehen und immerhin 12 % könnten sich einen reinen Outdoor- oder Campingurlaub vorstellen. Der beliebteste Ort an freier Luft bleibt jedoch der Strand, denn 56 % geben an, 2009 einen Strandurlaub zu planen. Bei der internationalen Befragung steht der Strand noch weiter oben: Hier visieren sogar ca. 63 % einen Strandurlaub an.

Grünes Bewusstsein beim Reisen ist weniger wichtig für deutsche Urlauber: Auf die Frage, ob geplant ist, in den nächsten zwölf Monaten umweltbewusster zu reisen, antworten 76 % mit einem Nein. Damit verneinen 26 % mehr als im internationalen Vergleich diese Frage. Nur 19 % der deutschen Befragten plagt das grüne Gewissen. Der Besuch in einem Eco-Hotel jedoch wird nur von 7 % der Befragten ausgeschlossen.

Zur Freude an der Natur gesellt sich auch 2009 die Angst vor Naturkatastrophen wie Tsunamis, Hurrikans oder Erdbeben. Für fast 84 % der Befragten spielen Gefährdungen durch Naturkatastrophen eine Rolle bei der Wahl des Urlaubslandes.

Der Deutsche sorgt vor: Bakterienkiller, Badelatschen und Bettdecken

Toilettenartikel führen die Ranglisten der Gegenstände, die im deutschen Gepäck nicht fehlen dürfen, an. Außer um die persönliche Hygiene sorgen sich die Deutschen vor allem um Krankheitsfälle auf Reisen. 72 % der Befragten verlassen sich am liebsten auf die eigene Reiseapotheke im Gepäck. Bei über 37 % der Deutschen geht die Sorge um die Gesundheit so weit, dass sie sich auf Reisen häufiger die Hände waschen oder desinfizieren als zu Hause. Vor allem in Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln vermuten deutsche Reisende Bakterienherde und Krankheitserreger. Da ist es gut zu wissen, dass ein paar Bakterienkiller in der Reisapotheke mit dabei sind.

Platz Nummer drei der Gepäckrangliste sichern sich mit 53 % die Badelatschen, die damit unverzichtbarer Bestandteil des deutschen Reisegepäcks sind. Bei der internationalen Befragung dagegen erreichen die Badelatschen nur schlappe 11 %. Immerhin 10 % der deutschen Befragten nehmen zur Sicherheit auch ihre eigene Decke mit, und 9 % machen im Koffer Platz für das persönliche Kissen. Das mag daran liegen, dass neben schmutzigen Badezimmern, dreckige Bettlaken die am häufigsten genannten negativen Überraschungen in Hotels sind. Mit ihnen rangieren Kakerlaken auf Platz zwei der Negativerlebnisse in Hotels. Diese werden häufiger genannt als beispielsweise Ratten und Mäuse, die von nur ca. 2 % der Befragten zu ihrem Schrecken in einem Hotel gesichtet wurden.

Aktivitäten im Urlaub: deutsches Kulturinteresse ungebrochen

Die Deutschen werden ihrem Ruf als kulturinteressierte Nation auch in der kommenden Saison gerecht: 91 % der Befragten geben an, auf ihren Reisen im nächsten Jahr historische Sehenswürdigkeiten besuchen zu wollen.

Auch Theaterbesuche schließen mehr als die Hälfte in ihre Reiseplanung mit ein. 12 % würden sich sogar für einen reinen Bildungsurlaub begeistern. Ebenfalls oben auf der Urlaubsaktivitätenliste rangieren Festivalbesuche – immerhin möchten 49 % der Befragten in der nächsten Saison ein Festival besuchen. Ungefähr 35 % der Befragten möchten in der nächsten Saison Reiseabenteuer wagen und Aktivitäten mit Adrenalin-Kick wie Paragliding oder Wildwasser-Rafting. Absolute Extremsportarten wie beispielsweise Bungee-Jumping planen immerhin mutige 6 % der Befragten derzeit ein. Ungebrochen bleibt das Interesse der Deutschen an großen Sportveranstaltungen. 32 % der Befragten möchten wichtige Sportevents in der nächsten Reisesaison nicht missen. Bei so viel Aktivitätsfreude darf auch Erholung und Wellness nicht fehlen. 70 % der deutschen Befragten und damit 15 % mehr als im internationalen Vergleich halten es für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich, einen Spa-Besuch in der nächsten Reisesaison einzulegen. 23 % planen sogar einen reinen Spa-Urlaub in einem Ressort.

Deutsches Benehmen: Wie viel Anstand im Ausland?

Für die kommende Saison nehmen sich die Deutschen vor, auf ihren Reisen anständig und gesetzestreu zu bleiben. Dennoch geben immerhin ca. 7 % der Befragten an, dass sie auf Auslandsreisen wahrscheinlich oder sogar sehr wahrscheinlich etwas Illegales machen werden. Zudem geben 23 % der Befragten zu, dass sie in der Vergangenheit schon gestohlen und Gegenstände wie Handtücher, Gläser oder Bademäntel in einem Hotel mitgenommen haben.

Korrektes Verhalten legen die Deutschen in Trinkgeldfragen an den Tag: Hier geben fast 60 % an, die üblichen zehn Prozent Trinkgeld zu bezahlen. Nur knapp über 20 % sparen am Trinkgeld und geben weniger. Dies gleichen allerdings die 17 % wieder aus, die mehr als zehn Prozent bezahlen. Auch in puncto Dresscode besteht wenig Gefahr: Nur 9 % der befragten Reisenden spielen mit dem Gedanken, im Urlaub provozierendere Outfits als gewöhnlich zu tragen.

Gefragt nach schlechten Benehmensarten der Mitreisenden im Flugzeug oder Zug, gaben 33 % der Befragten an, dass Kinder, die gegen den Sitz trommeln, sie besonders stören. Daneben nerven die Befragten vor allem Sitznachbarn, die sich auf den Armlehnen ausbreiten, dicht gefolgt von lauten Handy-Telefonierern. Gefragt nach den nervigsten Touristen, rangieren weiterhin Russen und Engländer vorne. Dagegen gelten die Amerikaner und Japaner als die freundlichsten Urlauber.

Von der Arbeit im Urlaub verfolgt

Die Mehrheit der Deutschen lässt auch im Urlaub die Arbeit nicht los: 70 % denken mindestens einmal während des Urlaubs an die Arbeit. Mehr als 25 % sogar täglich oder mehrmals täglich. Damit liegen die Deutschen bei beiden Fragen immerhin 5 % über dem weltweiten Durchschnitt. 60 % geben zudem an, dass sie einen oder mehr Tage brauchen, um abzuschalten. Das sprichwörtliche deutsche Pflichtbewusstsein zeigt sich auch bei den Angaben zum Urlaubsbedürfnis: Obwohl ca. 47 % der Befragten über sechs Wochen Urlaub haben, geben nur 42 % an, so viele Wochen zu brauchen. Nur 54 % haben im vergangenen Jahr vollen Gebrauch von ihren Urlaubstagen gemacht, während weltweit 59 % der Befragten alle Urlaubstage aufgebraucht haben.

Zu Wasser, zu Land oder in der Luft? Die beliebtesten Reisegefährte 2009

Wenn es zur Wahl der Transportmittel kommt, führt in der kommenden Saison das Flugzeug die Rangliste der Reisevehikel an. Fast 90 % geben an, dass sie wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich fliegen werden. Beim Auto sind es 64 % und beim Zug 60 %. Aber nicht nur in der Luft, auf Schienen und Straßen sind deutsche Urlauber in der nächsten Saison unterwegs. Auch auf dem Wasser wird gereist: Immerhin geben 25 % das Segelboot und sogar fast 28 % das Motorboot als Reisegefährt an, von dem sie wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich Gebrauch machen werden. Auch vor Reisen mit Eigenantrieb scheuen die Deutschen nicht zurück: Sportliche 45 % gehen davon aus, einen der nächsten Urlaube auf dem Fahrrad zu verbringen. Deutlich weniger Befragte, nämlich 26 %, möchten sich lieber radeln lassen und können sich eine Rikschafahrt vorstellen.

TripAdvisor Top-Ten-Destinationen weltweit im Jahr 2009

Das sind laut Umfrage die beliebtesten Reiseziele der Deutschen im nächsten Jahr:

1. USA

2. Deutschland

3. Österreich

4. Italien

5. Spanien

6. Frankreich

7. England

8. Schweiz

9. Thailand

10. Ägypten







  • Palma.guide



Kontakt zum Verfasser der Nachricht:

[contact-form-7 id="53822" title="KontaktAutorArtikel"]




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*
*