Skiurlaub: Keine Furcht vor dunklen Röhren


26 Jan 2009 [18:45h]     Bookmark and Share


Skiurlaub: Keine Furcht vor dunklen Röhren

Skiurlaub: Keine Furcht vor dunklen Röhren



Panikattacken gefährden andere Verkehrsteilnehmer / Nicht unter Zeitdruck fahren / Gute Beleuchtung sorgt für „Licht am Ende des Tunnels“

Köln – Schnee und Sonne locken: Zahlreiche Ski- und Snowboardfans machen sich mit ihrem eigenen Auto auf den langen Weg in die Alpen. Für Menschen mit Tunnelangst kann die Fahrt durchs Gebirge zu einer Zitterpartie werden. Die Angstzustände sind unterschiedlich ausgeprägt. Sie reichen von Beklemmungsgefühlen bis zu Panikattacken. Doch Autofahrer können ihrer Angst entgegenwirken: „Bauen Sie mit einem Spaziergang vor der Fahrt Stress und Aggressionen ab“, rät Dr. Karin Müller von der TÜV Rheinland Verkehrs- und Betriebspsychologie GmbH. „Fahren Sie nicht unter Zeitdruck und achten Sie auf eine entspannte Sitzposition hinter dem Lenkrad. Denken Sie daran: Die Fahrt durch den Berg ist nur ein kleiner Teil der Reise.“

Wer zu viel Angst vor dunklen Röhren hat, sollte vor tunnelreichen Streckenabschnitten einen anderen ans Steuer lassen. Für Autofahrer, die allein unterwegs sind gilt: Während einer Panikattacke möglichst nicht anhalten, sondern hinter dem Tunnel einen Parkplatz aufsuchen, das Fahrzeug verlassen und tief durchatmen bis die Attacke nachlässt. Menschen mit ausgeprägter Tunnelangst können diese – ähnlich wie Flugangst – mit einer gezielten Therapie abtrainieren.

Auch den Tunnelbetreibern ist das Problem bewusst: Sanierungsmaßnahmen umfassen heute zumeist bauliche Anpassungen, die der Angst entgegenwirken. „Oft stört die Autofahrer die Dunkelheit im Tunnel“, erklärt TÜV-Expertin Dr. Müller. „Bei empfindlichen Menschen kann das zu klaustrophobischen Ängsten führen.“ Viel Licht und eine abwechslungsreiche Farbgestaltung steigern das Wohlbefinden. Auch eine gut sichtbare Beschilderung der SOS-Nischen und Fluchtwege erhöhen das Sicherheitsempfinden der Autofahrer. Farbige Streckenschilder nehmen dem Fahrer das Gefühl der Unendlichkeit des Tunnels.







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