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Home News Billigflieger

Niki Lauda: „Weltmeister werden ist einfacher, als eine Airline zu führen.“

Red.4 by Red.4
7. Februar 2018
in Billigflieger, Luftverkehr, News
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Niki: Kein Tageslicht in Sicht

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Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist beim Kauf der insolventen Airline Niki voll ins Risiko gegangen und hat den Kaufpreis von angeblich 47 Millionen Euro „komplett“ mit eigenem Geld bezahlt.

Hamburg – „Zuerst war die Idee, es mit Thomas Cook und Condor gemeinsam zu machen. Aber es ging schneller, allein reinzugehen. Das war in der Nacht der Entscheidung wichtig.“ Das sagt er im Stern-Interview, das in der neuen Ausgabe am Donnerstag, dem 8. Februar erscheint.

Wenn der Neustart der Fluggesellschaft, den Lauda für den 28. März anstrebt, misslingt, sei er ein armer Mann: „Ich muss ehrlich sagen: Da wäre richtig viel weg.“ Doch Sorgen bereitet das dem 68-jährigen nicht: „Das ist doch die Herausforderung. So habe ich mein ganzes Leben gestaltet. Das macht mir keine Angst.“

Ein Leben als Rentner kommt für Lauda nicht in Frage: „Jeder macht, wie er will! Wenn Sie mit 50 in Pension gehen und am Strand liegen wollen, dann ist das wunderbar. Aber ich bin halt anders. Je mehr Wettbewerb, desto lustiger ist es für mich.“

Kunden will Lauda mit mehr Leistungen für die Passagiere gewinnen: „Der Service an Bord ist überall runtergenudelt auf nichts. Wenn du ein Glas Wasser willst, musst du zahlen. Das ist das neue Konzept des Low-Cost-Fliegens. Ich mache einen Riesensprung gegenüber der Konkurrenz, wenn ich wieder was anbiete. Ich will besser sein als die anderen.“ So sei es bei allen seinen Airlines gewesen. „Bei mir konnte man immer ein Wiener Schnitzel kaufen oder ein Sandwich. Und auch eine Zeitung haben die Passagiere bekommen.“

Nach der inzwischen dritten Airline-Gründung beziehungsweise -Übernahme sieht sich Lauda, der selber Jahre lang Passagierjets geflogen ist, als Branchenexperte: „Ich kenne mich da gut aus“, sagt er dem stern. „Das Wirtschaftliche interessiert mich: Grand Prix gewinnen und Weltmeister werden ist einfacher, als eine Airline zu führen.“

Bei seiner neuen, in Laudamotion umbenannten Fluggesellschaft will der ehemalige Rennfahrer aber nicht wieder als Pilot einspringen: „Ich bin über 65, das darf ich nicht mehr.“ Trotzdem werde man ihn an Bord treffen: „Bei Laudamotion werde ich sicher öfter mitfliegen. Ich will schauen, wie die Kunden hinten reagieren.“

 

Tags: Air BerlinLaudaLaudaMotionNIKINo FrillsService
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