Atemberaubend sind Natur und Kulturschätze


15 Mrz 2012 [11:49h]     Bookmark and Share


Atemberaubend sind Natur und Kulturschätze

Atemberaubend sind Natur und Kulturschätze



Ein Land der Landschaften

Montenegro – ein kleines Land an der südöstlichen Küste der Adria, mit großer Geschichte und doch erst seit sechs Jahren wieder unabhängig. Knapp 14.000 Quadratkilometer voller wilder, ursprünglicher Naturschönheiten zwischen Meer und Hochgebirge, mit drei verschiedenen Klimazonen, einer zum Welterbe zählenden Natur und wertvollen Kulturschätzen.

Montenegro vereint die zivilisatorischen Gegensätze zwischen Orient und Okzident. Hier, im Land der Illyrer, finden sich Spuren des Osmanischen Reichs, der Griechen und Römer ebenso wie der Venezianer und Habsburger, aber auch der jugoslawisch-sozialistischen Neuzeit. Es gibt kaum einen Ort, der nicht die wechselvolle und legendenreiche Geschichte widerspiegelt. Montenegro war und ist ein bunter Vielvölkerstaat.

Die Bucht von Kotor

Eine Natursensation ist der einzige Fjord des Mittelmeeres, der südlichste Europas. 30 Kilometer lang und von knapp 1.900 Meter hohen Bergen eingerahmt, ist die Bucht von Kotor ein UNESCO-Weltnaturerbe. Die hier – in dem gewaltigen, geschützten Naturhafen – ansässigen, weltoffenen Seeleute haben die kulturelle Identität des ganzen Landes ebenso geprägt wie die langen Perioden im Zeichen des Löwen von Venedig und der Einfluss der Habsburger. Die malerische Bucht ist ein Magnet seit Jahrhunderten, heute für Urlauber aus aller Welt.

Klöster, Kirchen und Moscheen

Die Präsenz dreier Weltreligionen hat eine erstaunliche Vielfalt an Sakralbauten hinterlassen. Auch im Hinterland gibt es eine Fülle von Zeugen vergangener Epochen. Viele der Kirchen, Klöster und Moscheen sind architektonische Kleinode, die Besucher mit ihrer prunkvollen Ausstattung in Erstaunen versetzen. So verwahrt beispielsweise das Kloster in Cetinje, der alten königlichen Hauptstadt, in seiner Schatzkammer wertvolle Reliquien sowie das erste auf dem Balkan gedruckte Buch aus dem Jahre 1494. Von der historischen Bedeutung der Stadt Cetinje zeugen Königspaläste und die Botschafts-Residenzen der einstigen Großmächte Europas.

Das größte montenegrinische Heiligtum, das hoch in einen Felsen gebaute Kloster Ostrog, ist Treffpunkt dreier Konfessionen: Sowohl orthodoxe und katholische als auch muslimische Gläubige sind überzeugt, dass die sterblichen Überreste des Heiligen Vasilije noch heute Wunder bewirken. Der älteste Sakralbau des Islam ist die beeindruckende Hussein-Pascha-Moschee aus dem 16. Jahrhundert in Pljevlja.

Fünf Nationalparks mit Superlativen

Ein weiterer unschätzbarer Reichtum Montenegros sind die unterschiedlichen Landschaftsformen auf kleinstem Raum. Das Land hat sich 1991 in seiner Verfassung zum ökologischen Staat erklärt; Schutz und Erhaltung des Naturschatzes haben höchste Priorität.

Fünf Nationalparks von ganz unterschiedlichem Charakter wurden bisher für Besucher zugänglich gemacht. Der Nationalpark Durmitor ist Weltnaturerbe der UNESCO. 48 Zweitausender-Gipfel, 17 Gletscherseen und die Tara-Schlucht, der längste und tiefste Canyon Europas, sind hier zu finden. Die herausragende Attraktion des Biogradska Gora-Nationalparks ist der 1.600 Hektar große Urwald, einer der letzten in Europa. Der Nationalpark Skadar-See, mit dem größten See des Balkans, ist die Heimat von Europas ausgedehntestem Vogelschutzgebiet. Highlights des Nationalparks Lovćen sind das fantastische Bergpanorama und die zahlreichen kulturellen Zeugnisse der Vergangenheit. Der jüngste Nationalpark Prokletije umfasst die höchsten Gipfel der Balkanhalbinsel und ist eine der letzten noch nicht vollständig erforschten Gebirgsregionen des Landes.

Natur mit der Bahn: Höchste Brücke, spektakuläre Gebirgsstrecke

Ein weiteres außergewöhnliches Naturerlebnis ist eine Fahrt auf der internationalen Bahnstrecke von der Küstenstadt Bar in den Norden – in dem lokalen „Bummelzug“ bleibt auch Zeit für außergewöhnliche Schnappschüsse und unterhaltsame Begegnungen mit Einheimischen. Sprachkenntnisse sind zwar, selbst bei der Fahrkartenkontrolle, nicht immer vorhanden, aber man genießt die herzliche Gastfreundschaft der Montenegriner. Der spektakulärste Teil der überwiegend eingleisigen Strecke beginnt gleich hinter Podgorica. Die Fahrt in die überwältigende Gebirgslandschaft führt durch zahlreiche Tunnel und über Brücken, darunter die mit 198 Metern höchste Eisenbahnbrücke Europas, das Mala-Rijeka-Viadukt. Die etwa zweieinhalb Stunden dauernde Fahrt von der Küste über den Skadar-See und weiter in die Berge ist nicht nur für Eisenbahn-Fans ein unvergessliches Highlight.

Foto: Anita Meier PR







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