Lok-Mittel für Nostalgiker


18 Mai 2008 [13:01h]     Bookmark and Share


Lok-Mittel für Nostalgiker

Lok-Mittel für Nostalgiker



78 Jahre alte Züge fahren noch heute auf die Zugspitze

Garmisch-Partenkirchen – Wie einst in den 30er Jahren fahren die alt gedienten Pioniere der Zahnradstrecke Tallok 1 und 4 sowie die Bergloks 14 und 15 noch heute auf Deutschlands höchsten Berg hinauf. Mit den Nostalgiefahrten der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG gehen die Gäste auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und erleben den alpinen Eisenbahn-Charme längst vergangener Zeiten. Bereits 1930 sind die ersten Personen mit diesen Loks auf die Zugspitze gefahren.

Es ist alles andere als ein alltägliches Geschehen am Zugspitzbahnhof in Garmisch-Partenkirchen: Von Mai bis Oktober stehen dort die fast 80 Jahre alten Original-Züge aus der Gründungszeit der Zahnradstrecke auf Deutschlands höchsten Berg und warten auf die Gäste. Bei dem Anblick der stolzen Pioniere Tallok 1 und 4 fühlt sich der Betrachter in eine andere Zeit versetzt. Genauso geht es auch Tamara Metzler. Die 31-Jährige ist Zugbegleiterin bei den Nostalgiefahrten und schwärmt von ihrem Arbeitsplatz. „Das Ambiente und die Einrichtung in den Zügen – alles ist historisch. Man fühlt sich wie in einem alten Film.“ Diesen Eindruck verstärken auch die Rosshaarpolsterung auf Holzsitzen und die Kunstlederbezüge im klassischen Nahverkehrsblau.

Erster Stopp für die Teilnehmer der Nostalgiefahrt ist Grainau, denn für die Tallok ist Endstation. Bis hierher hat sie die Waggons gezogen. Beim Umkuppeln steigen die Gäste aus und beobachten den Lok-Wechsel. „Ich habe es noch nie erlebt, dass jemand sitzen bleibt“, berichtet Tamara Metzler. Danach geht es hinauf ins Gebirge. Die alte Berglok kommt zum Einsatz und krallt sich verlässlich über die Zahnstange nach oben. Die zwei Personenwaggons schiebt sie auf den harten Höhenmetern vor sich her. Nach einem Zwischenstopp an der Haltestelle Eibsee fahren die Bahnen weiter durch das Werdenfelser Land. Den Gästen bieten sich immer wieder neue, malerische Berg- und Tal-Perspektiven. Kurz vor der Einfahrt in den Tunnel am Riffelriss hält der Zug für einen Fotostopp. Von hier aus schauen die Hobbyfotografen und Nostalgiker auch auf den blaugrün schimmernden Eibsee. „Es ist ein tolles Gefühl, mit diesen alten Zügen zu fahren. Sie bewegen sich gemütlich und zuverlässig immer weiter den Berg hinauf, mit einer ganz eigenen Ruhe“, so Tamara Metzler. Insgesamt dauert die Fahrt zum Zugspitzplatt zwei Stunden.

Im Blockhaus SonnAlpin erwartet die Gäste ein Nostalgiebuffet mit bayerischer Note. Gestärkt geht es mit der Gletscherbahn hinauf zum Gipfel auf 2962 Meter Höhe. Hier bietet das Programm neben dem 360-Grad-Ausblick auch Informationen über technische Daten und Details. Mitarbeiter der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG berichten vom Bau der Strecke und von den Anfängen der alpintouristischen Erschließung. Nach einer Führung durch die Ausstellung über die Geschichte der Zugspitze sowie dem Panoramablick auf der Terrasse schließt die Zeitreise mit der Talfahrt in einem der neuen Doppel-Triebwagen der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG.

Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG







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