„Höre nie auf, quer zu denken“


10 Jun 2008 [11:40h]     Bookmark and Share


„Höre nie auf, quer zu denken“

„Höre nie auf, quer zu denken“



Sechs kulturtouristische Glanzleistungen in Sachsen-Anhalt werden als „Erfolgsgeschichten – made in Sachsen-Anhalt“ gewürdigt

Magdeburg/Wittenberg – Mit einer Plakatenthüllung an der Wittenberger Schlosskirche werden im Rahmen der Standortkampagne „Wir stehen früher auf“ heute sechs kulturelle und touristische Einrichtungen in Sachsen-Anhalt mit Großflächenplakaten oder Bodenaufklebern als „Erfolgsgeschichten – made in Sachsen-Anhalt“ geehrt. Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff betont anlässlich der Plakatenthüllung in Lutherstadt Wittenberg die besondere kulturelle und geistesgeschichtliche Rolle, die Menschen aus Sachsen-Anhalt in der europäischen Geschichte spielen.

„Nur wer vertraute Denkmuster und -strukturen hinterfragt und querdenkt, trägt zur gesellschaftlichen Veränderung bei. Martin Luther ist ein Paradebeispiel für diese Mentalität, auf die wir mit unserer Frühaufsteherkampagne hinweisen wollen“, erläutert Haseloff. „Doch nicht nur der Reformator hat in der Vergangenheit ‚Erfolgsgeschichte – made in Sachsen-Anhalt‘ geschrieben, immer wieder versetzen Leistungen aus Sachsen-Anhalt die Welt ins Staunen.“

Mit dem Anschlag der 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche läutete Martin Luther die Reformation ein. Auf das besondere Wirken Luthers auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt wird mit dem von Minister Dr. Haseloff enthüllten Großflächenplakat an der Wittenberger Schlosskirche (10 mal 2,8 Meter), einem Banner an der Sparkasse in Wittenberg (1,34 mal 6,78 Meter) sowie einem Plakat in Mansfeld Lutherstadt (Lutherschule, 2 mal 2 Meter) hingewiesen.

Fünf weitere Einrichtungen des Landes werden zeitgleich mit den Lutherstätten als „Erfolgsgeschichten – made in Sachsen-Anhalt“ geehrt. „Die Auswahl, die wir getroffen haben, hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit“, bemerkt Haseloff. „Wir haben versucht, alle Bereiche des Geisteslebens und der Kultur repräsentativ abzudecken. So werden stellvertretend das Gartenreich Dessau-Wörlitz, die Stiftung Bauhaus Dessau, die Arche Nebra, das Europa-Rosarium Sangerhausen sowie das ‚Grüne Band‘ geehrt.“

Gartenreich Dessau-Wörlitz: Das hat es früher nicht gegeben Das Banner am Wörlitzer Schloss macht auf den besonderen Beitrag der Schöpfer des Gartenreichs Dessau-Wörlitz für die Epoche der Aufklärung aufmerksam. Nirgendwo sonst sind die Ideen dieser bedeutenden Epoche in der Landschaft so erlebbar wie in den Schloss- und Parkanlagen des Gartenreichs. Ein rund 10 mal 3 Meter großes Plakat am Mittelrisalit des Schlosses weist darauf hin, dass der Erdmannsdorff`sche Schlossbau (1769 – 1773 von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff erbaut) das erste klassizistische Bauwerk der deutschen Architekturgeschichte ist. Als Anhänger der Aufklärung öffnete „Frühaufsteher“ Fürst Franz (Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, 1740 – 1817) seinen Park von Anfang an für die Öffentlichkeit. Der Fürst wollte den Bürgern das Erleben von Natur und Wissenschaft ermöglichen und diese neue Geisteshaltung in seinem Land verankern. Prägend wurde er zudem durch seine Toleranzpolitik gegenüber Juden.

Bauhaus Dessau: Neu seit 1925! Auch das nahe gelegene Bauhaus in Dessau wird im Rahmen der „Erfolgsgeschichten – made in Sachsen-Anhalt“ geehrt. Zwei vier Quadratmeter große Bodenaufkleber werben mit dem Motto „Neu seit 1925!“ für die berühmteste Architektur-, Kunst und Designschule der klassischen Moderne als weltweit stilprägende Institution. Die Stiftung Bauhaus Dessau wird bei der Erhaltung der UNESCO-Welterbestätte mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.

Arche Nebra: Seit 3.600 Jahren kann sich hier die Welt eine Scheibe abschneiden „Seit 3.600 Jahren kann sich hier die Welt eine Scheibe abschneiden“, so heißt es auf drei vier Quadratmeter großen Bodenaufklebern vor dem Besucherzentrum Arche Nebra in Wangen. Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als weltweit älteste Darstellung des Himmels. Mithilfe dieses außergewöhnlichen Artefakts konnten die Menschen der Bronzezeit die Jahreszeiten bestimmen. Eine „Frühaufsteherleistung“, auf die zu Recht aufmerksam gemacht wird.

Rosarium Sangerhausen: Das Welterbe der Rosen blüht hier Zahlreiche Initiativen und Einrichtungen aus Sachsen-Anhalt tragen dazu bei, die Artenvielfalt der Natur zu erhalten. „Dieses außergewöhnliche Engagement für Natur und Umwelt wollen wir würdigen“, so Minister Haseloff. Mit dem Europa-Rosarium in Sangerhausen beheimatet Sachsen-Anhalt die weltweit größte Sammlung und Gendatenbank für Rosen. Mit Unterstützung des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) konnte das Europa-Rosarium im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ erfolgreich erweitert werden und so frühzeitig einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt der Königin der Blumen leisten. Darauf weisen am Rosarium drei Bodenaufkleber und ein 6 Meter langes Brückenbanner am Eingang der Stadt hin.

Grünes Band: Hier wächst zusammen, was zusammen gehört An der B248 nahe Hoyersburg wird ein ehemaliger Grenzturm mit einem 8,3 mal 3,9 Meter großen Banner verhüllt. Entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze ist in den letzten Jahren ein Naturschutzreservat entstanden, in dem 600 gefährdete Tier- und Pflanzenarten leben. Das „Grüne Band“ von Travemünde an der Ostsee bis zum Dreiländereck bei Hof (Bayern) ist der längste zusammenhängende Biotopverbund Deutschlands.

Hintergrundinformationen „Erfolgsgeschichten“ Mit dem Projekt „Erfolgsgeschichten – made in Sachsen-Anhalt“, ehrt Sachsen-Anhalt den Frühaufstehervorsprung seiner Bewohner in Wissenschaft, Forschung und Kultur. Die bisher mit einem Großflächen-banner ausgezeich-neten „Erfolgsgeschichten“ wurden unter anderem in der GeoContent GmbH in Magdeburg, im Mitteldeutsche Multimediazentrum in Halle/Saale, in der Hochschule Anhalt mit dem Fachbereich Design in Dessau und in der Mercateo Services GmbH in Köthen geschrieben.

Pünktlich zum Beginn der Hansetage in Salzwedel wird am 5. Juni die Carbonit Filtertechnik GmbH in Salzwedel als „Erfolgs-geschichte“ ausgezeichnet. Einst brachten die Hansekaufleute Technik und Erfindungen aus Sachsen-Anhalt in die ganze Welt. Heute produziert Carbonit Filtertechniken, mit denen die Trinkwasserversorgung rund um den Globus sichergestellt werden kann.

Als Geburtstagsgeschenk zum zehnjährigen Jubiläum der ThyssenKrupp Presta in Ilsenburg wird dort ab 6. Juni ein Banner darauf hinweisen, dass das Unternehmen als Innovationsweltmeister gilt und weltweit die meisten gebauten Nockenwellen produziert.

Rund 75 weitere Vorschläge für „Erfolgsgeschichten – made in Sachsen-Anhalt“ liegen im Ergebnis eines Aufrufs der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) auf dem Tisch. Bis Ende Juni werden aus diesen Vorschlägen für das Projekt „Erfolgsgeschichten“ zehn weitere Orte ausgewählt, die bis Ende mit der aufmerksamkeitsstarken Auszeich-nung geehrt werden.

Foto: IMG







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