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Home News Allianzen Kooperationen Kartelle

Flughafenverband ADV: Angst um Profite

Red.4 by Red.4
25. Mai 2011
in Allianzen Kooperationen Kartelle, Besserer Service?, Destinationen, Deutschland, Luftverkehr, Reiserecht, Skandinavien
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„Akteure müssen besser handeln als vor einem Jahr“

Berlin – Die Asche des isländischen Vulkans Grimsvötn macht sich über Deutschland breit. Die Erinnerungen an das Flugchaos vor 14 Monaten werden wach. Besonders bei Airlines und Flughafenbetreibern: „Jetzt sind die Akteure des Luftraums gefragt zu zeigen, dass Sie es besser können als von einem Jahr. Die Flughäfen setzen darauf, dass alle Beteiligten daraus gelernt haben und eine reibungslose Kommunikation zwischen Ministerien, Flugsicherung, Wetterdienst, Airlines und Flughäfen stattfindet. Zudem müssen transparente Entscheidungen getroffen werden“, fordert Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV.

„Was aber hat sich getan seit dem letzten Aschechaos?“ fragt der Airport-Verband-Manager und hat sogleich die Antwort parat : National wurden über 50 Messstationen des Deutschen Wetterdienstes DWD eingerichtet. Diese messen die Aschekonzentration in der Luft. Darüber hinaus wurden Messflugzeuge ausgerüstet, die die  Kontaminierung der Luft bewerten. Bei den Grenzwerten hingegen gibt es nur nationale Lösungen, moniert  der Verband. Auf europäischer Ebene ist es leider noch nicht gelungen, sich auf einen Grenzwert zu einigen, ab dem der Luftraum gesperrt wird. „Im Rahmen eines Single Sky Gedanken sollte zügig eine europaweit einheitliche Reglung gefunden werden“, so Beisel.

Für Deutschland gilt ein Grenzwert von maximal 2 Milligramm Asche pro Kubikmeter Luft. Darüber hinaus darf nur noch geflogen werden, wenn Triebwerk- und Flugzeughersteller das Okay geben. 

Als im letzten Jahr der isländische Vulkan Eyjafjallajökull ein Flugchaos auslöste, wurden auch die deutschen Flughäfen hart getroffen. Denn auch wenn der Luftraum gesperrt wird, müssen die Flughäfen ihrer Betriebspflicht nachkommen und wie gewohnt geöffnet bleiben. Für die Flughäfen ist es somit wichtig zeitnah, transparent und umfassend über mögliche Luftraumsperrungen informiert zu werden. „Nur so kann Personal gezielt eingesetzt werden und der wirtschaftliche Schaden begrenzt werden.“ so der Flughafen-Verband mahnend in Richtung der politisch Verantwortlichen. Ob die Flughäfen ihrerseits gelernt haben und das Krisenmanagement zum Wohle der Passagiere optimiert haben, dazu verlautetet seitens des Verbandes nichts.

Foto: Carstino Delmonte

Tags: ADVBeiselFlughafenKundendienstLuftverkehr
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