Die Brücken von Sevilla


22 Jun 2008 [06:29h]     Bookmark and Share


Die Brücken von Sevilla

Die Brücken von Sevilla



Wenn man von Norden her entlang des Guadalquivirs in die Stadt kommt, erblickt man die 1991 errichtete Brücke Puente del Alamillo, die der berühmte Architekt Santiago Calatrava entworfen hat.

Das Besondere an ihrer Konstruktion ist ein 140 hoher, um 58º geneigter Mast, von dem dreizehn Kabel ausgehen, die die Brückentafel halten. Die Spannweite beträgt 200 Meter, was der Breite des Flusses entspricht.

Am Kloster San Clemente gelangt man zur Brücke Puente de la Barqueta, die für viele Sevillaner das Sinnbild der Weltausstellung von 1992 war. Sie verbindet den nördlichen Bereich des Cartuja-Geländes mit der historischen Altstadt Sevillas. Ihr einziger, 214 Meter langer Bogen, der eine Hauptspannweite von 168 Metern hat, bildet an beiden Enden einen drei-eckigen Torbogen. Die Brücke wurde an dem Flussuferabschnitt, der sich am Fuße der Cartuja erstreckt, gebaut und im Jahr 1989 mithilfe von Kähnen über den Fluss geschwenkt, um sich auf Pfeiler am gegenüberliegenden Ufer zu stützen.

Über die Calle Torneo erreicht man die Puente de la Cartuja, einen 1991 errichteten Fußgängersteg, der diese Straße mit dem Kloster Santa María de las Cuevas verbindet. Der Steg mit 11 Meter breiter Tafel und einem einzigen Bogen hebt sich als schmale Silhouette vom Guadalquivir ab, ohne den Blick auf das Kloster am anderen Ufer zu behindern.
Die Puente del Cristo de la Expiración – auch Puente del Cachorro genannt – reicht nach Triana hinüber und ist die natürliche Ausfahrt in Richtung Huelva. Das Besondere dieser Brücke sind die mit Segeltuchdächern überspannten Bürgersteige, die den Passanten in den Sommermonaten Schatten spenden.

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Brücke Puente de Isabel II, die auch unter dem Namen Puente de Triana bekannt ist. Sie stammt aus dem Jahr 1852 und ist die erste Eisenbahnbrücke, die in Sevilla gebaut wurde. Sie ersetzte die alte Schiffsbrücke und wurde von den Ingenieuren Gustav Steinacher und Ferdinand Bennetot entworfen, die die Brücke nach dem Ponaceau-System, d. h. ganz ohne Holz errichteten. Als Modell für die Puente de Isabel II. diente das 1834 in Paris eingeweihte „Carrousel“, das heute nicht mehr existiert.
Die Brücke Puente de San Telmo wurde zwischen den Jahren 1925 und 1931 gebaut und verbindet das Jerez-Tor mit der Plaza de Cuba. Sie hat funktionalen Charakter, um die Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Stadtvierteln zu schaffen, da in jenen Jahren das Neubauviertel Los Remedios geplant wurde. Bis Anfang der sechziger Jahre war die Brücke beweglich. Dann jedoch wurde sie befestigt, weshalb die Hafenaktivität flussabwärts verlagert wurde.

Nur unweit entfernt befindet sich die Puente de los Remedios, die seit 1968 die historische Ringstraße der Stadt mit dem Viertel Los Remedios verbindet.

Hinter dem Hafen von Sevilla bindet die Puente de las Delicias den südlichen Teil Sevillas an die Avenida García Morato an. Sie wurde 1992 als Zugbrücke gebaut, um den Schiffen die Durchfahrt zum Hafen zu ermöglichen. Zwei unabhängige Brückentafeln ermöglichen die Überfahrt für Autos und Güterzüge.

Die letzte Brücke über den Guadalquivir wurde 1991 für die im darauf folgenden Jahr stattfindende Weltausstellung gebaut. Die Brücke Puente del V Centenario ist Bestandteil der Umgehungsstraße SE-30. Die mittlere Brückentafel dieses riesigen, zwei Kilometer langen Viadukts befindet sich in 45 Metern Höhe über dem Wasserspiegel des Guadalquivir, um eine Behinderung des Hafenverkehrs zu vermeiden. Die Brücke ist der höchstgelegene Straßenverkehrspunkt der Stadt, von dem aus sich ein herrlicher Panoramablick bietet.

Foto: Turespaña Düsseldorf







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