Die momondo „Passport Initiative“ in der Türkei 


10 Mai 2018 [14:46h]     Bookmark and Share


Die momondo „Passport Initiative“ in der Türkei 

Foto: Carstino Delmonte



Der Besitz eines Reisepasses ermöglicht es nicht nur, in andere Länder zu reisen, sondern auch den persönlichen Horizont zu erweitern. Doch nicht in jedem Land ist der Besitz eines Passes eine Selbstverständlichkeit. Ein Reiseportal hat deshalb im April die „Passport Initiative“ ins Leben gerufen, die Menschen bei der Beschaffung eines Reisepasses unterstützt. Die Initiative startet in dem Land mit dem teuersten Pass der Welt im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen: der Türkei. 

München – Strandurlaub in Asien, Trekkingabenteuer in Südamerika oder eine kulinarische Entdeckungsreise durch Europa. Für viele Menschen ist das Bereisen neuer Länder und das Erleben fremder Kulturen eine große Leidenschaft – und selbstverständlich. Doch so vernetzt und offen unsere Welt auch zu sein scheint, die Grundvoraussetzung andere Länder zu bereisen ist in den meisten Ländern nach wie vor ein Reisepass.

Den Deutschen ermöglicht allein schon der Personalausweis die Reise in 36 Länder. Menschen aus anderen Nationen müssen hingegen zahlreiche Hürden überwinden, um den Reisepass ihres Landes zu erhalten.

Die Welt möchte entdeckt werden – doch das kostet: Laut dem internationalen Marktforschungsunternehmen IPSOS besitzen nur sechs Prozent der Chinesen einen Pass, in den USA sind es 40 Prozent. Die Gründe dafür sind vielfältig: ein kompliziertes Ausstellungsverfahren, Bequemlichkeit und natürlich die Kosten, die bei der Ausstellung eines Passes anfallen. In der Türkei, wo gerade einmal 16 Prozent der Bevölkerung einen Pass sein Eigen nennt, müssen die Menschen im Vergleich zu ihrem Einkommen am meisten dafür bezahlen. Mit 764 türkischen Lira (ca. 150 Euro) müssen die Einheimischen fast die Hälfte ihres durchschnittlichen Monatslohns auf den Tisch legen. Verständlich, dass nur wenige dazu bereit sind.

Let’s open our world – Pässe für die Türkei 
Für 34 Prozent der Türkinnen und Türken sind es vor allem die hohen Kosten, die sie vom Reisen abhalten. Jeder dritte Türke zwischen 18 und 65 Jahren gab an, dass der finanzielle Aufwand für die Reise an sich zu hoch ist. Aber auch die Ausgaben für Unterkunft, Essen und Trinken bewerteten rund 30 Prozent der Befragten als Schwierigkeit.

„Viele Menschen in der Türkei würden gerne reisen, aber nicht jeder hat die gleichen finanziellen Möglichkeiten, andere Länder und Kulturen zu entdecken“, weiß auch Serpil Öztürk, Sprecherin des Reiseportals Momondo in der Türkei. „Der hohe Reisepreis gilt oft als die größte Hürde. Wenn man jedoch gut plant, ist es meist billiger als gedacht. Aber Leute, die keinen Pass haben, überprüfen das erst gar nicht.“ Aus diesem Grund startete das Portal mit der gemeinnützigen Organisation „System&Generation“ die „Passport Initiative“. Im Rahmen des Projekts können türkische Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 31. Juli 2018 am Wettbewerb teilnehmen. Insgesamt verlost der Anbieter die Finanzierung von 75 Reisepässen. Drei besonders glückliche Gewinner erhalten zudem eine Reise zu ihrem Traumziel im Wert von 1.500 Euro.

Die Reiselust ist da 
Schon in den ersten Tagen der Aktion zeigte sich das große Interesse an dem Thema: Seit Launch der Initiative am 26. April 2018 erreichte der dazugehörige Clip bis heute über 2,75 Millionen Views auf Facebook und YouTube, auf der Webseite zur Initiative meldeten sich schon fast 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, um eine Reisepassfinanzierung zu gewinnen.







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