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Home News Allianzen Kooperationen Kartelle

Asien als Zugpferd für den weltweiten Tourismus

Red.4 by Red.4
3. Dezember 2012
in Allianzen Kooperationen Kartelle, Asien & Naher Osten, Bilanzen & Statistiken, Destinationen, Fernreisen
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China und Japan verzeichnen steigende Anzahl von Auslandsreisen – ITB World Travel Trends Report analysiert Entwicklung der asiatischen Quellmärkte in diesem Jahr – Prognose für Wachstum von sechs Prozent bei Auslandsreisen aus Asien für 2013

Berlin – Asien bleibt der wichtigste Treiber für den internationalen Tourismus. Laut dem aktuellen ITB World Travel Trends Report stieg die Zahl der Auslandsreisen aus Asien dieses Jahr um sieben Prozent, bedingt unter anderem durch die steigenden Gehälter. Besonders reisefreudig zeigten sich in diesem Jahr wieder China und Japan. Beide Länder verzeichneten jeweils ein zweistelliges Wachstum bei den Auslandsreisen. Die Zahl der internationalen Reisen von Chinesen stieg um etwa 20 Prozent in der ersten Jahreshälfte an. Japan hat sich von dem Einbruch nach dem letztjährigen Tsunami erholt und konnte ein Wachstum von 13,7 Prozent in den ersten neun Monaten des Jahres verbuchen. Die Auslandsreisen aus Südkorea stiegen um 6,7 Prozent, während die meisten Märkte in Südostasien und Südasien an Schwung verlieren. Indien, Thailand, Malaysia und Singapur verzeichneten demnach ein Wachstum von weniger als fünf Prozent. Nur Indonesien und die Philippinen werden in diesem Jahr über ein Wachstum von mehr als zehn Prozent kommen, so der ITB World Travel Trends Report, der von IPK International im Auftrag der ITB Berlin erstellt wird. Die Messe Berlin (Singapur) hat vor fünf Jahren die ITB Asia in Singapur ins Leben gerufen. Sie hat sich seitdem als eine der größten Fachmessen der asiatischen Reiseindustrie etabliert. Im Oktober kommen seitdem jedes Jahr Einkäufer, Branchenzulieferer, Dienstleister sowie Verkäufer der Reisebranche zusammen, um die Networking- und Geschäftsmöglichkeiten vor Ort zu nutzen sowie Informationen über Trends auf den begleitenden Kongressveranstaltungen zu erhalten.

Reiseabsichten weiterhin auf hohem Niveau

Die guten wirtschaftlichen Aussichten für die meisten Märkte in Asien lassen einen positiven Blick auf das Reisejahr 2013 zu. Nur ein Drittel der Asiaten gaben an, dass die weltweite Finanzkrise ihre Reisepläne beeinflussen würde, während sie für zwei Drittel keine Rolle spielt. Der Vergleich mit dem vergangenen Jahr zeigt, dass sich der Kontinent etwas erholt hat: 2011 gaben mit 36 Prozent noch vier Prozent mehr Asiaten an, ihr Reiseverhalten sei von der Krise betroffen. Für 2013 planen 29 Prozent der Asiaten mehr Reisen als in diesem Jahr, nur 16 Prozent rechnen mit weniger Reisen und knapp über die Hälfte planen in etwa die gleiche Anzahl von Reisen wie in diesem Jahr. Laut der Prognosen des ITB World Travel Trend Report liegt das Wachstum bei Auslandsreisen aus Asien demnach bei insgesamt sechs Prozent.

Bessere Aussichten für Japan

Japan hat sich in touristischer Hinsicht von den Auswirkungen des Tsunamis im vergangenen Jahr weitgehend erholt. In der ersten Hälfte des Jahres verzeichnete das Land ein starkes Wachstum, das sich nach Bekanntwerden des Konflikts mit China um unbewohnte Inseln jedoch wieder etwas abgekühlt hat. Trotzdem bleiben Japaner optimistisch, was ihre Reisepläne für das kommende Jahr betrifft. Nur 28 Prozent sagen, die Finanzkrise werde ihr Reiseverhalten im nächsten Jahr beeinflussen, verglichen mit 33 Prozent in diesem Jahr. 21 Prozent rechnen mit mehr Reisen im nächsten Jahr, während 54 Prozent in etwa die gleiche Anzahl von Reisen antreten möchten. Insgesamt wird für das nächste Jahr ein Anstieg der Auslandsreisen von Japanern um rund drei Prozent vorhergesagt.

Chinesischer „Drachen“ weiterhin einflussreich

China präsentiert sich ebenfalls als einer der stärksten Märkte in Asien. Das spiegelt sich auch in den Reiseabsichten wider. 38 Prozent und damit vier Prozent mehr als im vergangenen Jahr planen 2013 mehr Reisen anzutreten. 49 Prozent haben sich die gleiche Anzahl von Reisen vorgenommen. Damit liegt die Prognose bei den Auslandsreisen von Chinesen bei starken zwölf Prozent.

In Südkorea zeichnet sich hingegen eine langsame Abnahme der Reisenachfragen ab, auch begründet durch das schwindende Vertrauen in die eigene Kaufkraft. Daraus resultierend bevorzugen viele Südkoreaner günstigere Destinationen in Südostasien. Auch in Taiwan ist ein ähnlicher Trend zu beobachten. Im Gegensatz dazu bleibt die wirtschaftliche Lage in Hong Kong stabil und Reisende entdecken vermehrt neue Ziele oder besuchen wiederholt regionale Destinationen.

Dr. Martin Buck, Direktor des KompetenzCenter Travel & Logistics Messe Berlin, kommentiert: „Asien wird auch in den nächsten Jahren zu den wichtigsten Impulsgebern im internationalen Tourismus zählen. Trotz der drohenden wirtschaftlichen Unsicherheiten in wichtigen Märkten wie China oder anderen Ländern in Nordostasien werden Reisende aus diesen Ländern eine bedeutende Rolle für den weltweiten Tourismus spielen.“

Auf dem vom Beratungsunternehmen IPK International initiierten und von der ITB Berlin geförderten World Travel Monitor Forum in Pisa präsentieren alljährlich Tourismus-Experten und Wissenschaftler aus aller Welt die aktuellen Statistiken und stellen die neuesten Trends im internationalen Tourismus vor.

Detaillierte Ergebnisse der Studien werden im ITB World Travel Trends Report vorgestellt, der Anfang Dezember unter www.itb-berlin.de veröffentlicht wird. Er basiert auf Einschätzungen von rund 50 Tourismusexperten aus 30 Ländern, einer speziell von IPK durchgeführten Trendanalyse in den wichtigsten Herkunftsmärkten sowie auf Kerndaten des World Travel Monitor®, der als größte kontinuierliche Studie zum globalen Reiseverhalten aus rund 60 Herkunftsländern gilt. Diese Trendergebnisse zeigen Tendenzen auf, die sich in den ersten acht Monaten des Jahres 2012 abzeichneten. Die Jahresendergebnisse inklusive aktueller Ausblicke für das Jahr 2013 werden auf dem ITB Berlin Kongress von Rolf Freitag, CEO IPK International, vorgestellt.

Foto: Carstino Delmonte

Tags: Asienweltweiten TourismusZugpferd
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