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Home News Deutschland

„Ein großer Schritt auf dem Weg zur dezentralen Landesarchäologie“

Red.4 by Red.4
3. November 2008
in Deutschland, Kulturnews
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Staatsministerin Lautenschläger legt Grundstein für Keltenmuseum am Glauberg

Wiesbaden / Glauburg – „Das neue Keltenmuseum am Glauberg ist nicht nur mit seiner eindrucksvollen und unverwechselbaren Architektur, sondern auch durch die museale Konzeption, die das Haus an die Seite bedeutender Keltenmuseen in Europa stellt, ein weiterer Markstein für die hessische Museumslandschaft.“ Das hat Staatsministerin Silke Lautenschläger bei der Grundsteinlegung für das Gebäude hervorgehoben. „Das Projekt ist gleichzeitig auch ein großer Schritt zur Verwirklichung des Konzepts einer dezentralen Landesarchäologie.“

In dem neuen Haus, dessen offizieller Name „Keltenwelt am Glauberg – Archäologischer Park, Museum, Forschungsinstitut“ lautet, werden die wissenschaftlichen Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen und die beachtlichen Forschungsaktivitäten am Glauberg präsentiert. Im Mittelpunkt stehen die sensationellen Originalfunde der lebensgroßen Statue des Keltenfürsten und der wertvollen Grabbeigaben aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Das Museum soll im Frühjahr 2010 eröffnet werden. Einschließlich der Ausstattung kostet es rund 7,4 Millionen Euro.

Der Landesarchäologe Prof. Dr. Egon Schallmayer, zukünftiger Nutzer des Museums, zeigte sich erfreut, dass die Landesregierung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu dem Konzept „hessenARCHÄOLOGIE21″ stehe. Sie stärke damit nicht zuletzt auch die Vermittlung der Archäologie in der Öffentlichkeit.

Der Museumsbau entsteht nach einem Entwurf des Büros Kada Wittfeld Architektur aus Aachen, das den Wettbewerb um den Neubau im November 2006 gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten club L94 aus Köln gewonnen hatte. Das Gebäude hat eine Hauptnutzfläche von rund 1.300 Quadratmetern. Der klar konturierte und markante Baukörper wird sich gut in die Landschaft der östlichen Wetterau einpassen: Vom Eingangsbereich mit Cafeteria führt eine breite Treppe hinauf zur Ausstellung. Bei einem Rundgang gelangt man zu einem großen Panoramafenster, das den Blick auf den rekonstruierten Grabhügel des Keltenfürsten lenkt, das zentrale Landschaftselement im Archäologischen Park. Auch von der Aussichtsplattform aus wird sich ein großzügiger Rundblick über die Landschaft bieten.

Mit der Gestaltung der Ausstellung soll das Berliner Büro Gerhards und Glücker beauftragt werden. Die Vertragsverhandlungen stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Die Bauarbeiten für die Zufahrt der Baustellenfahrzeuge sind bereits abgeschlossen. Gegenwärtig werden die zum Bau der neuen Kreisstraße notwendigen archäologischen Grabungen vom Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt.

Tags: HessenKeltenmuseumLandesarchäologieLautenschlägerStaatsministerin
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