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Home News Deutschland

Biomonitoring am Flughafen Leipzig/Halle

Red.4 by Red.4
25. Mai 2009
in Deutschland, Luftverkehr, Umwelt, Verbände
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Luftschadstoffuntersuchungen des TÜV Süd definieren Luftqualität am Airport als typisch für ländlich geprägte Standorte / Keine Beeinträchtigung der gartenbaulichen Nutzung / Untersuchungen der lufthygienischen Verhältnisse

Zur Bestimmung der Luftqualität im unmittelbaren Flughafenumfeld untersuchte der TÜV Süd mittels eines Bioindikationsverfahrens die Luftbelastungen im Auftrag des Flughafens Leipzig/Halle. Bei dem als Biomonitoring bezeichneten Verfahren wurde anhand von biologischen Indikatoren die Luftqualität ermittelt und beurteilt. Untersucht wurden Grünkohlpflanzen, die sich als sogenannte Zeigerpflanzen im besonderen Maße zur Ermittlung etwaiger Luftschadstoffbelastungen eignen.

Im Rahmen des Biomonitorings wurden im Labor herangezogene Grünkohlpflanzen von Oktober bis Dezember vergangen Jahres an acht Orten im unmittelbaren Umfeld des Flughafens angepflanzt. Die Dauer des Versuches entsprach dabei dem Verlauf eines natürlichen Vegetationszyklus.

Zur Ermittlung der Luftqualität sind die Grünkohlpflanzen in Gefäßen mit einer eigenen Wasserversorgung freistehend über dem Boden ausgebracht worden. Damit konnte sichergestellt werden, dass der analysierte Schadstoffgehalt ausschließlich auf die mögliche Schadstoffbelastung der Luft zurückzuführen ist.

Die Standorte der Versuchspflanzen:

Schkeuditz-Nord, Kleingartenlage südlich des DHL Hangars

Schkeuditz-Süd, Kleingartenanlage südlich der B6

Altscherbitz, im Bereich der Ausgleichsmaßnahmen

Papitz, am Rande der Kleingartenalge gegenüber dem Tanklager

Siedlung Modelwitz

Lützschena, Ende Windmühlenweg

Freiroda, Windmühlenstraße

Kursdorf, Kursdorfer Ring

Ergebnis der Untersuchungen: Werte typisch für ländlich geprägte Standorte – Keine Beeinträchtigung der gartenbaulichen Nutzung

Nach dem Abschluss der Testphase wurden die Grünkohlpflanzen im Labor auf Schadstoffbelastungen sowie mögliche, für den menschlichen Verzehr, gesundheitsrelevante Schadstoffanreicherungen untersucht. Die Analyse ergab, dass die ermittelten Werte im Bereich für typisch ländlich geprägte Standorte liegen und Beeinträchtigungen im Rahmen gartenbaulicher Nutzungen auszuschließen sind.

Die Werte liegen somit auch deutlich unterhalb der Spitzenwerte von städtisch-industriell geprägten Standorten.

Fazit des TÜV Süd

Nach Abschluss der Untersuchungen wurde durch den TÜV Süd bestätigt, dass ein maßgeblicher Einfluss des Flughafenbetriebs auf die Schadstoffanreicherung in den Bioindikatorpflanzen nicht festzustellen ist.

Die Untersuchungsergebnisse des TÜV Süd wurden zudem durch Messauswertungen der Luftschadstoffmessstation des Freistaates Sachsen, nördlich der Helios-Klinik Schkeuditz, bestätigt. Die hier erfassten Daten ergaben ebenfalls keine Überschreitung zulässiger Grenzwerte.

Biomonitoring wird fortgesetzt

Der Flughafen Leipzig/Halle untersucht auch weiterhin die Luftqualität im Umfeld des Airports. In kommenden Tagen beginnt hierfür ein Biomonitoring mit Bienenstöcken, die im Umland des Flughafens aufgestellt werden. Der hier gewonnene Honig wird durch Laboruntersuchungen auf seine Reinheit geprüft. Die Ergebnisse der Analysen werden der Öffentlichkeit vorgestellt.

Des Weiteren ist die Aufstellung einer weiteren Messstation für Luftschadstoffe im Bereich Papitz für den Herbst 2009 vorgesehen.

Foto: Flughafen Leipzig/Halle

Tags: BiomonitoringFlughafenLeipzigLuftqualitätTÜV
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