Auckland – Metropolis und Südseetraum


27 Mrz 2006 [13:40h]     Bookmark and Share




Neuseelands größte Stadt bietet das beste zweier Welten

Fast alle Wege nach Neuseeland fuehren ueber Auckland. Im Landeanflug auf die groeSSte Stadt des Inselstaats naehern wir uns einem gigantischen Puzzle. Dessen Einzelteile – eine Unzahl von Inseln, Halbinseln und Landengen – liegen hingestreut in das Blau zweier Meere, der Tasmansee im Westen und des Pazifik im Osten. Und mittendrin noch ein Ozean: ein Haeusermeer, das die gruenen Kuppen erloschener Vulkane umspuelt. Welch eine Stadt! Die Kulturen Europas, Asiens und Polynesiens sind hier zuhause. Downtown verbreiten himmelragende Glaspalaeste weltstaedtisches Flair; keine Fahrtstunde davon entfernt erwartet Urwald den Wanderer, und paradiesische Straende locken Surfer, Segler und Sonnenanbeter. Auckland bietet einfach das beste zweier Welten; das quirlige Leben einer dynamischen Metropole und den Traum von der Suedsee.

Auf dem Isthmus zwischen Hauraki-Golf und Tasmansee, der engsten Stelle der Nordinsel, siedelten schon vor ueber 1000 Jahren die ersten Maori. Sie lebten in Pas, befestigten Wehrdoerfern, auf den Gipfeln der Vulkane, von denen nicht weniger als 60 im ganzen Stadtgebiet gezaehlt werden. Bei den andauernden Stammesfehden scheint es nicht allzu grausig zugegangen zu sein. Denn der Name, den sie dem Ort gaben, Tamaki makau rau, bedeutet “Die Schlacht der 100 LiebendenE280?. Auch den Pakehas, den Europaeern, war die Gegend lieb und wertvoll – und zwar genau 55 britische Pfund, ein paar AExte und Hosen sowie eine Tuete Zucker. Das war der Preis, den sie 1840 den Maori fuer den 1200 Hektar groSSen Kuestenstreifen zahlten, an dem heute das oekonomische Herz Neuseelands schlaegt. UEber dieses Areal ist Auckland inzwischen weit hinausgewachsen. Die Stadt ist flaechenmaeSSig die drittgroeSSte der Welt – dank des ausgepraegten Individualismus ihrer etwa einer Millionen Bewohner und deren Hang zum eigenen Heim.

Aucklands Zentrum an der Waterfront ist der ideale Ausgangspunkt, um sowohl die Stadt wie auch die vorgelagerte Inselwelt zu erkunden. Aber zunaechst einmal bummeln wir ueber die Queen Street, die sich von der Hafenfront huegelan durch die ganze City zieht. In und um Aucklands HauptgeschaeftsstraSSe laden schicke Cafes, Boutiquen und Einkaufspassagen zum genieSSen und flanieren ein. Zu der reizvollen Mischung aus alter und moderner Architektur gesellt sich seit 1997 ein neues Wahrzeichen der Stadt: Harrah’s Sky City, ein 328 Meter hoher Wolkenkratzer, der unter anderem ein Spielkasino beherbergt sowie zahlreichen Bars und Restaurants. Das atemberaubende Panorama von der Aussichtsplattform erleichtert uns die Orientierung. Wer sich in anderen Stadtteilen einen aehnlich guten UEberblick verschaffen will, erklimmt am besten den naechstgelegenen Vulkankegel, den Mount Eden etwa oder den markanten One Tree Hill.

An der Karangahape Road, am oberen Ende der Queen Street, begegnen wir einem bunten Voelkergemisch. Vor allem Einwanderer von den Suedseeinseln sind hier zuhause. Zusammen mit den Maori stellen sie 20 Prozent der Bevoelkerung und machen Auckland zur groeSSten polynesischen Stadt der Erde. Um mehr ueber die Welt der Maori zu erfahren, besuchen wir das Auckland Museum. Das imposante Haus im weitlaeufigen Park der Auckland Domain huetet die Schaetze einer hoechst lebendigen Kultur. Die Pounamou Maori Cultural Group fuehrt hier taeglich traditionelle Taenze und Gesaenge ihres Volkes vor. Westlich der Auckland Domain hat sich die Kultur der ersten Pakehas am besten erhalten. Das viktorianische Viertel Parnell mit seinen Cafes, Restaurants und Boutiquen bildet einen erholsamen Kontrast zum geschaeftigen Zentrum. Die Freuden des Nachtlebens erwarten uns dagegen im Stadtteil Ponsonby, in dem auch Aucklands Kuenstlerszene zuhause ist.

Am naechsten Tag goennen wir uns einen Ausflug in die Tiefsee. Am Tamaki Drive, nur 6 Kilometer vom Zentrum entfernt, liegt Kelly Tarlton’s Under Water World, eines der auSSergewoehnlichsten Aquarien der Welt. Nicht die Meerestiere sind hier hinter Glas, sondern die Besucher. Durch 3 Meter hohe Plexiglasroehren wandern wir trockenen FuSSes durch Neptuns Reich – Aug in Aug mit Haien, Muraenen, Rochen und tausenderlei anderen Bewohnern der Weltmeere. Anfang der neunziger Jahre wurde das Aquarium um den Antarctic Encounter erweitert. Dort treffen wir auf Pinguine in echtem Schnee und Eis und atmen Entdeckerluft im originalgetreuen Nachbau der Huette von Robert F. Scott, dem 1911 tragisch gescheiterten Suedpolarforscher.

Der Geist der alten Seefahrer und Entdecker ist in Auckland allgegenwaertig. Nahezu jeder zehnte Einwohner nennt ein Boot sein eigen, und in den groSSen Naturhaefen der Stadt ankern fast 90.000 Segler aller Klassen. Seit Team New Zealand 1995 die aelteste und begehrteste Segeltrophaee der Welt gewonnen hat wird vor der Kueste der “City of SailsE280? der America’s Cup ausgetragen. Aber ganz abgesehen von diesem GroSSereignis, bietet die Region Auckland ihren Besuchern eine unabsehbare Fuelle von Aktivitaeten, in und unter Wasser: von der 10-minuetigen UEberfahrt zum malerischen Vorort Devonport ueber den Tauchausflug bis zum Segeltoern durch den Hauraki-Golf.

Auf der Dreimastbark Soren Larsen etwa koennen auch Landratten ohne nautische Erfahrung mit Hand anlegen. Ob ein kurzer Ausflug oder ein mehrtaegiger Trip zur Coromandel-Kueste oder nach Great Barrier Island – die Fahrt mit dem GroSSsegler ist immer ein unvergessliches Erlebnis. Immer eine kurze Seereise wert sind auch Little Barrier Island, Tiri Tiri Matangi und Kawau – speziell fuer Tierfreunde. Denn auf den Inseln im Hauraki-Golf lassen sich einige der seltensten Voegel Neuseelands in ihrer natuerlichen Umgebung beobachten: Kakas beispielsweise, kleine Blau-Pinguine, oder die flugunfaehigen Kiwis und Takahes. Besonders reizvoll sind naechtliche Wanderungen mit orts- und vogelkundigen Fuehrern wie sie z.B. von Adventure Cruising angeboten werden.

Aber bevor wir zu groSSer Fahrt in See stechen, gehen wir es erst einmal eine Nummer kleiner an – mit einer gefuehrten Kayak-Tour von Auckland zur nahegelegenen Doppelinsel Rangitoto und Motutapu. In weniger als einer Stunde erreichen wir eine voellig andere Welt. Die unbewohnte Vulkaninsel stieg vor 600 Jahren aus dem Meer und ist heute von dichtem Gruen ueberwuchert. Wer sich nicht selbst in die Riemen legen will, kann sich auch der Faehre – und der Fuehrung – von Rangitoto Volcanic Explorer anvertrauen. Beim Aufstieg zum Gipfel des Vulkans beeindruckt uns am meisten der Anblick von Neuseelands groeSSten Pohutukawa-Wald. Der “neuseelaendische WeihnachtsbaumE280? blueht tatsaechlich nur zur Sommerzeit und zwar in leuchtendem Rot. Daher stammt wohl auch der Maori-Name der Insel; Rangitoto bedeutet “Blutender HimmelE280?.

Nur 35 Minuten dauert die UEberfahrt von Auckland nach Waikheke Island. Auch diese, von nur 5000 Menschen bewohnte Insel hat sich in unmittelbarer Naehe des urbanen Lebens ihren Suedseecharme bewahrt: Gruene Huegel, weiSSe Sandstraende und tuerkisfarbene Lagunen laden zum wandern, radeln, baden oder segeln ein. Zu allem UEberfluss gedeiht auf Waiheke Island auch noch einer der besten Rotweine Neuseelands. Bei einem Glas Cabernet Sauvignon von Stoneyridge Vineyard blicken wir auf einen ereignisreichen Tag zurueck.

An seiner schmalsten Stelle misst der Isthmus von Auckland nicht einmal 3 Kilometer; und doch zeigen beide Kuesten zwei voellig unterschiedliche Gesichter: heiter und sanft am Pazifik, wild, fast urweltlich und nicht weniger faszinierend an der Tasmansee. Nicht zufaellig waehlte Neuseelands bekannteste Regisseurin, Jane Campion, Karekare Beach als Drehort fuer ihren Oscar-gekroenten Film “Das PianoE280?. Wie an den anderen Straenden der Westkueste erzeugen hier schwarzer Sand, unendliche Weite, haushohe Wellen, Duenen und Regenwald eine Atmosphaere ungestuemer Wildheit.

Surfer finden hier geradezu ideale Bedingungen vor. Wer sicheren Boden unter den FueSSen bevorzugt, kann das Hinterland bequem im Sattel – von Pferden oder Fahrraedern – oder auf Schusters Rappen erkunden. Und bei gefuehrten Wanderungen gibt es einiges zu entdecken: z. B. die K
lippen vor Muriwai Beach, wo von August bis April tausende von Toelpeln nisten; oder das Naturschutzgebiet der Waikatere Ranges auf der Landzunge zwischen dem Manukau Harbour und der offenen See. Hier findet sich einer der letzten, groeSSeren Bestaende von Kauri-Baeumen, bis zu 50 Meter hohe Riesen, die uns immer wieder staunen lassen.

Die Rueckkehr aus der ungezaehmten Natur des Regenwalds ins Stadtzentrum, das nur 45 Autominuten entfernt liegt, muss kein Kulturschock sein. Ein Abstecher ins Weinbaugebiet von Henderson im Westen Aucklands bietet uns einen sanften UEbergang – und weitere Beweise fuer die hohen Faehigkeiten der neuseelaendischen Winzer. Bei ein paar Glaesern Pinot Noir lassen wir die letztem Tage in Auckland noch einmal Revue passieren. UEber zwei Dinge sind wir uns einig: Zum einen gibt die Region um Auckland in ihrer Gegensaetzlichkeit einen erstklassigen Vorgeschmack auf ein ebenso vielseitiges Reiseland. Und zweitens: Fuer einen kurzen Zwischenstopp ist die Stadt zwischen zwei Meeren viel zu schade.

Internet: www.bz-comm.de/neuseeland

Tourism New Zealand
Murielle Decaillet
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Image Library: Bildmaterial zu Neuseeland allgemein: http://images.newzealand.com







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