Ägypten: Die schönsten Stellen zum Abtauchen


25 Jul 2009 [11:23h]     Bookmark and Share


Ägypten: Die schönsten Stellen zum Abtauchen

Ägypten: Die schönsten Stellen zum Abtauchen



Ob Neuling, Hobby-Taucher oder erfahrener Unterwasser-Profi: Tauchreviere in Ägypten zählen zu den beliebsteten und vielseitigsten der Welt. Kurse, Ausflüge und Safaris führen zu den schönsten Zielen am Roten Meer mit reicher Fisch- und Korallenvielfalt,

Ägypten: Die schönsten Stellen zum Abtauchen

Wo sich Mantarochen, Haie, Dugongs  und Seepferdchen ein Stelldichein geben

Ob Neuling, Hobby-Taucher oder erfahrener Unterwasser-Profi: Tauchreviere in Ägypten zählen zu den beliebsteten und vielseitigsten der Welt. Kurse, Ausflüge und Safaris führen zu den schönsten Zielen am Roten Meer mit reicher Fisch-  und Korallenvielfalt, spektakulären Steilwänden und längst verschollenen Wrack-Schätzen. Bei ganzjährigen Wassertemperaturen zwischen 18 und 26 Grad Celsius und guten Sichtweiten gibt es Vieles zu entdecken.

Hurghada

Eine rund einstündige Bootsfahrt entfernt liegen zwei Reviere im Norden der Insel Abu Ramada. Das Abu Ramada North und das Abu Ramada Plateau. Beide Reviere sind wegen stärkerer Unterwasserströmungen eher etwas für erfahrene Taucher. Hier findet sich ein Netzwerk an Korallengärten, von denen der bekannteste mit zahllosen Korallenriffen auch das „Das Aquarium“ genannt wird. Riff- und Rubfischarten sind um das Riff Sha’ab Ruhr Umm Gamar zuhause. Auf die Nachbarinsel zieht es Schnorchler und Einsteiger in die relativ flachen Gewässer von Giftun Soraya, während Fortgeschrittene in Small Giftun auf riesige Fächer- und Schwarzkorallen mit Wal- und Hochseehaien, Barrakudas und Muränen treffen. Ein Muß für Schnorchler und Taucher mit weniger Erfahrung  sind Abu Hashish und  das Ras Abu Soma vor der Küste Makadis. Letzteres präsentiert sich als Saumriff, in dem sich Schildkröten und Muränen wohl fühlen und auch schon mal Raubfische wie der Weißspitzen-Riffhai und Barrakudas ihre Aufwartung machen.

El Gouna

Das Tauchen in El Gouna setzt eine Bootstour voraus, da alle Küstenriffe vorgelagert sind. Tagesboote bringen Gäste zu den interessantesten Plätzen, z. B. zu dem mondförmigen Riff mit Namen „Dolphin House, die Heimat großerTümmler-Schwärme und Delfine. Ein 60-Minuten-Bootstripp zum Wrack-Friedhof von Abu Nuhas gleicht einer Reise in die Geschichte gesunkener Schiffs-Veteranen. Gleich für vier historische Havaristen endete das Dasein auf dem Meeresgrund. Darunter das Wrack des Dampfseglers  „Carnatic“ aus dem 19. Jahrhundert und des Frachters Chrisola K, der  am 30. August 1981 auf der Reise nach Dschiddah auf ein Riff prallte und unterging. Die Schiffsrelikte sorgen für eine Unterwasserwelt  mit reicher Fauna und Flora.

Dahab

Die bekannte „Hippie- Stadt“ am Roten Meer ist für erfahrene Geräte-Taucher und Tauchscheinabsolventen ein ideales Ziel. Die Küsten Dahabs sind von einem schmalen Saumriff umgeben, danach fällt der Meeresboden in die Tiefen des Golfes von Aqaba ab. Einige der eindrucksvollsten Plätze liegen direkt vor der Haustür der Hotels oder Camps in Assalah. Andere Touren zu angesagten Revieren starten vom Strand aus mit dem Jeep oder Kamel. Das Blue Hole gehört dazu. An einer Wand entlang gleitend, lassen sich größere Raubfische bestens beobachten. Taucher mit technischem Gerät sollten sich einen Tunnel nicht entgehen lassen, der Blue Hole mit dem offenen Meer verbindet. Tauchprofis schätzen auch „The Canyon“, wo sich Tintenfische und Schildkröten inmitten dieser faszinierenden Unterwasserwelt tummeln. In Dehab bieten Tauchschulen auch Schnupperprogramme unter Aufsicht direkt am Meer an.

Nuweiba

Wenn Sie sich vom Rest der Welt zurückziehen wollen, ist Nuweiba gerade richtig. Rund 185 Kilometer nördlich von Sharm el  Sheik gelegen, kuschelt sich der charakteristische Beduindenort zwischen dem Türkisblau des Meeres im Golf von Agaba und den Wüstenbergen des Sinai. Der sieben Kilometer lange Sandstrand ist ein Paradies, Tauchen fernab vom Tourismusrummel eine spannende Sache. Hart- und Weichkorallengärten beherbergen in kristallklaren Gewässern eine Fülle von Meerestieren. Die Unterwasserwelt ist geschützt, die Rifflandschaft in ursprünglichem Zustand.

Devil’s Head nördlich von Nuweiba ist mit seiner Korallenvielfalt ein gutes Revier für wenig erfahrene Taucher und Schnorchler. Nahezu unberührte Plätze finden sich auch im Schutzgebiet Ras Abu Galum südlich von Nuweiba. Mit etwas Geduld und gutem Auge entdecken Sie Fischarten wie den Schnepfenmesser-, Stein- oder Pegasusfisch. Hier und da treffen Sie bei etwas Glück auch auf Froschfisch, Seepferdchen oder farbenprächtige Nachtschnecken. Tauchbasen bieten Kurspakete von Anfänger bis Professionell an, kostenfreies Schnuppertauchen im Pool inklusive.

Sharm el Sheik

Hier und in Hurghada begann vor mehr als zwanzig Jahren die Tauchgeschichte Ägyptens. Inzwischen sind die Tauchplätze um Sharm el Sheik weltbekannt. In Hart- und Weichkorallen tummeln sich Schildkröten,, Delfine, Mantarochen und Muränen. Umweltmaßnahmen schützen die Unterwasserwelt der drei Nationalparks Ras Mohammed, Tiran und Nabaq mit Unterstützung lokaler Behörden und der EG. Safaris bringen Taucher zu den außergewöhnlichen Plätzen in die Straße von Tiran und Gubal mit dem Wrackfriedhof von Abu Nuhas und weiter zu dem sagenumwobenen Wrack der Thilegorm. Das englische Militärschiff sank hier 1941 nach einer Bombardierung. Es gilt als „das“ Wrack am Roten Meer.

Eine Auswahl der besten Reviere: Insel von Tiran an der Einmündung zum Golf von Aqaba, Jackson Woodhoouse, Ras Umm Sid (für Anfänger und Fortgeschrittene) und die Thomas- und Gordon Riffe. Im Nationalpark Ras Mohammed zählen die Shark- und Yolanda Riffe, Jackfish Alley, Ras Ghozlani, Ras, Zaàtar, Anemone City und das Shark Observatorium zu den begehrtesten Zielen.

Marsa Alam

Gesunde Riffe mit großen Raubfischen, Höhlen und korallenüberzogenen Schiffswracks prägen auch die geschützte Unterwasserwelt der Reviere um Marsa Alam. Basen, Camps und Resorts bieten Kurse für jung und alt an. Tauchboote steuern auf Halbtages- und Tagestouren die bekanntesten Plätze an: Abu Dahab, Heimat der scheuen Dugongs. Samadai (auch Dolphin House): In dem vorgelagerten Riff südlich von Marsa Alam mit geschützter Lagune sind Spinner-Delfine zuhause.

Relativ strandnah und sogar mit demt Schlauchbooten zu erreichen liegt Ephinstone Reef. Aufgrund starker Strömungen sollten allerdings nur  erfahrene Taucher den Gang wagen. Belohnt werden sie mit einer üppigen Korallenlandschaft und Steilwänden, an denen vorbei Haie, Barrakudas und Schildkröten ihre Runden ziehen.

Günter von Saint-George

 

 







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