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Home News Allianzen Kooperationen Kartelle

Air Berlin/ LTU: NABU ehrt Airline-Chef Joachim Hunold mit „Dinosaurier des Jahres

Red.4 by Red.4
31. Dezember 2007
in Allianzen Kooperationen Kartelle, Bilanzen & Statistiken, Billigflieger, Luftverkehr, Umwelt
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Der NABU hat Joachim Hunold, Vorstandschef von LTU/Air
Berlin, mit dem „Dinosaurier 2007“ Deutschlands peinlichstem Umweltpreis ausgezeichnet.

Berlin – „Joachim Hunold hat die Trophäe für seine Ignoranz gegenüber notwendigen  Klimaschutzmaßnahmen mehr als verdient. Obwohl ihm die negativen Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur bekannt sind, spielt Hunold das Thema unverfroren in der Öffentlichkeit herunter. Er ist ein Umweltsünder wider besseren Wissens und ohne schlechtes Gewissen“, begründete NABU-Präsident Olaf Tschimpke die Wahl. Damit nicht genug: Völlig unverfroren versuche Hunold der Öffentlichkeit das Flugzeug auch noch als klimafreundliches Verkehrsmittel zu verkaufen. Ferner weigere sich der Air Berlin-Boss hartnäckig, jegliche Klimaschutzmaßnahmen im Flugverkehr anzuerkennen. Auch lasse er keine Gelegenheit aus, für die Risiko- und Steinzeittechnologie Atomkraft zu werben.

„Klimaschutz bedeutet aus Sicht des Joachim Hunold, den Neubau von Kernkraftwerken und für jede Reise über 100 Kilometer den Flieger zu nehmen“, so Tschimpke. Als erste deutsche Fluggesellschaft habe Joachim Hunold bei Air
Berlin das Modell der sogenannten Billigflieger etabliert. Hunold
streiche satte Gewinne ein, ohne aber für die Verschmutzung der
Umwelt durch seine Maschinen jegliche Verantwortung übernehmen zu wollen. „Es ist an sich schon ein Skandal, dass das Flugzeug als klimaschädlichstes Verkehrsmittel von Abgaben auf Flugbenzin völlig befreit ist“, betonte Tschimpke. Hunold genieße es auch noch, sich öffentlich als Branchenschreck zu geben und gänzlich ungeniert gegen alle zu polemisieren, welche die längst überfällige Einführung einer Mineralöl- und Ökosteuer auf Flugkerosin fordern, so der NABU-Chef.

„Angesichts des Klimawandels und endlicher Ressourcen brauchen wir mehr nachhaltiges Engagement und Verantwortung gerade bei großen global tätigen Unternehmen. Solange Manager wie Joachim Hunold an der Spitze sind, sieht der NABU für ein Umdenken in der Wirtschaft schwarz“, so Tschimpke.

Mit dem „Dinosaurier des Jahres“, der aus Zinn gegossenen und 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 solche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich sowohl durch herausragende Einzelleistungen als auch durch die Summe ihres Gesamtwerkes in Sachen Umweltschutz als besonders antiquiert erwiesen haben. Weitere prominente Dino-Preisträger sind u.a. der frühere Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerhard Sonnleitner und der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg
Braun wie auch Ex-RWE-Chef Harry Roels, der die Trophäe im
vergangenen Jahr erhielt.

Im Internet zu finden unter www.NABU.de

Tags: Air Berlin-ChefDinosaurier des Jahres 2007Joachim HunoldLuftverkehrNABU
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