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Home News Auto Strassenverkehr

Autopannen: Fliegendes Warndreieck

Red.4 by Red.4
15. September 2008
in Auto Strassenverkehr, Sicherheit, Travelequipment
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Nur schwere und damit standfeste Warndreiecke sind sicher / Sicherheitswesten verhindern Unfälle bei Tag und Nacht / Bei Pannen hinter der Leitplanke warten

Köln – Im Handel tauchen immer wieder Warndreiecke auf, die Leben gefährden und nicht schützen. „Besonders an Standfestigkeit mangelt es häufig“, darauf weist Ingbert Zimmermann hin, Experte für Lichttechnik bei TÜV Rheinland. „Zu leichte Warndreiecke halten der Druck- oder Sogwelle eines vorbeifahrenden Lkws nicht stand“, weiß der Fachmann. Schwere Unfälle können die Folge sein.

Der Gesetzgeber verlangt nach der ECE-Regelung R 27 zwar umfangreiche Prüfungen, doch einige Hersteller bringen Produkte in Umlauf, die den zuvor vom Kraftfahrtbundesamt genehmigten Proben nicht entsprechen. Verbraucher sollten beim Kauf der Sicherheitsausrüstung deshalb genau hinschauen: Moderne Warndreiecke sind sowohl tagsüber als auch nachts gut sichtbar. Am Tag sorgt das fluoreszierende Orange für hohe Sichtbarkeit. Nachts dagegen spielen die Rückstrahlwerte der roten Reflektorleisten eine Rolle für die Erkennbarkeit.

Auch die Standfestigkeit eines Warndreiecks checken die Experten im Windkanal. Neben alten standsicheren Ausführungsformen, die mehr als ein Kilogramm wiegen, sind heute konstruktiv gestaltete Warndreiecke erhältlich, die deutlich leichter sind. Leichte Warndreiecke ohne aerodynamische Anpassung werden bei Prüfungen im Windkanal als untauglich erkannt und das Kraftfahrt Bundesamt als zuständige Behörde informiert.

Wer auf Autobahnen oder Schnellstraßen eine Panne hat, schützt vernünftiger Weise nicht nur die Unfallstelle mit einem Warndreieck, sondern macht mit einer Schutzweste auch auf sich selbst aufmerksam. In Belgien, Finnland, Italien, Kroatien, Montenegro, Norwegen, Österreich, Portugal, Slowakei, Rumänien und Spanien ist es bereits Pflicht, entsprechende Westen im Auto mitzuführen und im Fall der Fälle anzulegen. In Tschechien und Deutschland gilt die Verpflichtung nur für gewerblich genutzte Fahrzeuge.

TÜV Rheinland testet diese bereits ab fünf Euro erhältlichen Westen. Neben der Funktionalität checken die Experten auch die Haltbarkeit. Wie beim Warndreieck sorgt die leuchtende Farbe für Sichtbarkeit am Tag. Die reflektierenden Streifen entfalten ihre Wirkung, wenn Sie in der Dämmerung oder bei Nacht von Scheinwerfern angestrahlt werden.

Trotz Warndreieck und Schutzweste empfehlen die TÜV Rheinland Verkehrssicherheitsexperten das Auto bei einer Panne immer zu verlassen und hinter der Leitplanke auf Hilfe zu warten. „Auch bei schlechtem Wetter sollten Fahrer und Insassen abseits der Straße ausharren. Denn stehende Fahrzeuge sind auf Autobahnen und Fernstraßen besonders unfallgefährdet“, weiß Ingbert Zimmermann. Alle Informationen rund um das Thema Warnwesten hat TÜV Rheinland in einem Informationsblatt zusammengefasst, das unter tuv.com/presse abgerufen werden kann.

Tags: AutopannenSicherheitswestenTÜVUnfallWarndreieck
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