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Home News Kulturnews

WDSF-Walschützer kritisieren TUI – Guardian bezeichnet Hotel-Delfinhaltung als krank

Red.4 by Red.4
17. Februar 2009
in Kulturnews, Umwelt, Verbände
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Walschützer der internationalen Organisation Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) mit Sitz im westfälischen Hagen und die englische Zeitung „The Guardian“ empören sich über die Gefangenschaft von Delfinen und Walen im „Rixos Hotel Premium“ im türkischen Belek.

Hagen/Türkei – Der Guardian bezeichnet die Delfin- und Wal-Shows in dem kleinen Betonbecken des selbsternannten 7-Sterne-Hotels in der Türkei als „grausam, lächerlich und krank“. Die Meeressäuger würden mit einem Kopf-Schweißband zu Sit-ups und Karaoke genötigt. Guardian-Journalist Gemma Bowes befragte Hoteldirektor Volcan wegen dieser „erniedrigenden Behandlung der Meeressäuger“. Volcans Antwort: „Das sind doch nur Tiere“.

Das WDSF kritisiert, dass der Reiseveranstalter TUI neben 74 weiteren Reiseveranstaltern das Hotel in seinem aktuellen Türkei-Sommerkatalog anbietet und das „Delphinarium mit weißen Walen, Seerobben und Delphinen“ unter der Rubrik Unterhaltung anpreist. Pikanterweise hatte sich TUI in den beiden Vorjahren der Aktion „Jahr des Delfins“ der Vereinten Nationen (UNEP und UNESCO) angeschlossen und auf der eigenen Internetseite seinen Beitrag zum Schutz der Wale und Delfine versprochen.

TUI warb bereits in den Vorjahren für Hotels und Vergnügungsparks mit gefangenen Delfinen. Im Florida Freizeitpark „Discovery Cove“ konnten TUI-Gäste Delfintrainer spielen und in der Dominikanischen Republik mit eingesperrten Delfinen schwimmen.

Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) mit dem Ex-TV-Trainer von Flipper, Richard O’Barry, kritisiert in Zusammenhang mit dem türkischen Hotelangebot der TUI einen Delfin-Kaufvertrag für zwölf Delfinwildfänge zwischen Taiji/Japan und der Vergnügungspark-Organisation „Gunzo-Park“ in Antalya für insgesamt 280.000 US-Dollar. WDSF-Gründer Jürgen Ortmüller: „Das alljährliche Töten von bis zu 23.000 Delfinen in japanischen Küstengewässern dient auch dazu, die Delfinindustrie und die Hotels mit den stärksten und potentesten Delfin-Exemplaren für Stückpreise von bis zu 150.000 US-Dollar zu beliefern. Es ist unverständlich, dass TUI mit seinen Delfin-Unterhaltungsangeboten Geld verdient und sich gleichzeitig scheinheilig für den Delfinschutz einsetzt. TUI-Chef Frenzen ist gegen diese Kritik offenbar immun.“

Tags: DelphinGuardianHotelTUIWDSF
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