Embratur unterstützt die ersten Indigenen Weltspiele


18 Nov 2014 [16:32h]     Bookmark and Share


Embratur unterstützt die ersten Indigenen Weltspiele

Foto: Carstino Delmonte



Nach der Fußballweltmeisterschaft 2014 etabliert sich Brasilien als Austragungsland anderer sportlicher Ereignisse. Die nächste Herausforderung steht bereits vor der Tür: die ersten Indigenen Weltspiele. Diese werden im September 2015 in Palmas im brasilianischen Bundesstaat Tocantins stattfinden und etwa 2.000 indigene Athleten aus 30 Ländern werden teilnehmen.

Brasília Neben indigenen Völkern aus Nord-, Mittel- und Südamerika nehmen auch Sportler indigener Völker aus Australien, China, Japan, Norwegen, den Philippinen und Russland teil. Aus Brasilien werden Athleten von etwa 22 indigenen Völkern zu dem Wettbewerb erwartet. Allein in Tocantins leben sieben verschiedene Völker mit einer Bevölkerungszahl von ca. 10.000 Personen. Zu den Disziplinen, in denen sich die Sportler in Palmas messen werden, gehören Bogenschießen, Speerwerfen, Seilziehen, Laufen (100 m), traditionelles Kanufahren, Baumstammlauf, Körperkämpfe, Feldfußball, Xikunahati (eine Art Kopfballspiel), Schwimmen und Leichtathletik.


„Die Indigenen Weltspiele in Brasilien geben uns die Gelegenheit, der Welt die Vielfalt Brasiliens und unsere Wertschätzung der reichen Kultur der indigenen Völker zu zeigen. Zudem sind sie wichtig für weitere Tourismussegmente wie den Öko- oder Abenteuertourismus“, erläutert Vicente Neto. Carlo Amastha, der Bürgermeister von Palmas, unterstreicht, dass die Unterstützung von Embratur für den Erfolg der Spiele wesentlich sei. „Der gesamte Bundesstaat Tocantins verfügt über ein enormes touristisches Potenzial, das wir fördern möchten. Und dieses geht über den bereits bekannten Nationalpark Jalapão oder das Kunsthandwerk aus dem berühmten „Goldenen Gras“ (Capim Dourado) hinaus. Bei uns gibt es historische Städte und zahlreiche, für den Abenteuertourismus geeignete Orte“, so Amastha.


Unter dem Motto „2015 sind wir alle indigen“ bereitet sich Palmas, die Hauptstadt von Tocantins, auf den Empfang der Athleten verschiedenster indigener Völker aus aller Welt vor. Ein eigens für die 13-tägigen Indigenen Weltspiele geschaffenes Sondersekretariat ist verantwortlich für die gesamte Organisation des Sportereignisses. Alle Projekte und Bauten für die Spiele befinden sich laut Hector Franco, dem Leiter des Sondersekretariats, innerhalb des Zeitplans.


In Brasilien wurden erste Wettkämpfe unter indigenen Völkern 1996 in Goiâna veranstaltet und mit der Unterstützung der Bundesregierung sowie aufgrund einer Initiative des Ausschusses zur Bewahrung indigener Kultur und Wissenschaft (Comitê Intertribal Memória e Ciência Indígena – ITC) durchgeführt.  Seitdem haben diese Wettkämpfe in Brasilien bereits 13 Mal stattgefunden. 2015 werden zum ersten Mal Weltspiele ausgetragen. Nach Angaben von Palmas Bürgermeister Carlos Amastha fiel die Entscheidung zur Durchführung der ersten Indigenen Weltspiele in Palmas während eines Treffens des ITC bei der UNO.

 

Foto: Carstino Delmonte








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