Busland Deutschland: Kein Aprilscherz – National Express will Marktführer werden


10 Jan 2013 [09:02h]     Bookmark and Share


Busland Deutschland: Kein Aprilscherz – National Express will Marktführer werden

Busland Deutschland: Kein Aprilscherz – National Express will Marktführer werden



Der britische Marktführer bei Überlandbusfahrten will Deutschland erobern. Webseite soll ab März freigeschaltet werden, Stadt-zu-Stadt-Verbindungen ab April buchbar.

London – National Express, das größte britische Fernbusunternehmen hat ehrgeizige Pläne für Deutschland. Nachdem Anfang Januar 2013 das Bahnmonopol aus der Kaiserzeit beendet wurde, wollen die Briten mit City-zu-City-Verbindungen Marktführer im Fernbusreiseverkehr werden.

Laut Deutschland-Chef Donker van Heel sollen dabei neue Kundengruppen erreicht werden, die vorher aufgrund hoher Preise vielleicht garnicht reisen konnten. Auch Studenten, die ein geringeres Budget dafür aber mehr Zeit für eine Busfahrt haben, sollen besonders angesprochen werden. Alle Busverbindungen werden in jedem Fall günstiger als die Bahn angeboten werden.

Die längeren reisezeiten im Busverkehr im Verhältnis zur Bahn sollen bei National Express nicht zum Nachteil gereichen: Qualität wird bei National Express vor Schnelligkeit gehen. Entsprechend werden auf den National Express-Bussen kostenloses W-LAN an Bord angeboten werden und jeder zweite Platz in der nagelneuen Flotte mit einem Stromstecker ausgerüstet sein. Der Sitzplatzabstand soll breiter als bei anderen Anbietern werden.

Momentan prüft das Unternehmen, auf welchen Strecken es Busverbindungen anbieten wird. Nach der Marktliberalisierung im Januar sind bereits eine Reihe anderer Unternehmen auf dem Fernverkehrs-Busmakt aktiv. Neben der Deutschen Touring sind das DeinBus, MeinFernbus und das bahneigene Unternehmen BerlinLinienbus. Weitere kleine Unternehmen stehen in den Startlöchern oder bieten bereits einzelne Strecken an und planen einen Ausbau ihres Netzes.

National Express ist neben Großbritanien auch in Spanien Marktführer. Nach aktueller Planung werden im April die ersten Routen zwischen zehn deutschen Städten bedient. Dazu soll die Webseite zum 1. März online gehen. In den folgenden drei bis vier Jahren wird dann das Netz auch abhängig von der Konkurrenzsitution deutlich ausgeweitet werden. Dabei werden Expressrouten ohne Zwischenstopps oder solche mit maximal drei bis vier Stopps enroute bedient. Auch sollen auf vielen Routen jeweils mehrere Frequenzen täglich angeboten werden.

Foto: Carstino Delmonte







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