Valencia: Andere Länder, andere Sitten


22 Dez 2006 [09:13h]     Bookmark and Share




Silvester in Valencia

Frankfurt – Bei der Silvesterfeier in Valencia lassen sich viele Gemeinsamkeiten aber auch erhebliche Unterschiede zu unseren Bräuchen entdecken. Die „Silvesternacht“, die so genannte „nit de cap d’any“ oder „nochevieja“ ist vollgepackt mit Traditionen, in denen vor allem rote Unterwäsche, Ringe und Weintrauben eine Rolle spielen.

In fast allen Städten des Landes Valencia gibt es am Abend des 30. oder 31. Dezembers den traditionellen Silvesterlauf, bei dem die Teilnehmer in Castellon beispielsweise von der Plaza de Tetuan ca. 4,2 Kilometer quer durch die Innenstadt bis zur Plaza Mayor laufen.

[GADS_NEWS]Gestärkt wird sich danach im Land Valencia mit einer ausgiebigen Mahlzeit, entweder im Kreise der ganzen Familie oder in einem der zahlreichen Hotels, die zu dieser Zeit spezielle Silvesterarrangements mit Festmenü anbieten. Ein traditionelles Silvestermahl gibt es nicht, eine beliebte Nachspeise während der Weihnachts- und Silvesterzeit ist Turrón.Dieser wird aus Mandeln, Honig und Zucker hergestellt und zu länglichen Tafeln verarbeitet. Diese Süßigkeit hat arabische Wurzeln und erreichte Spanien vermutlich zu Zeiten der Mauren. Besonders berühmt für die Turrónherstellung in allen nur denkbaren Varianten sind die Städte Alicante und Xijona im Lande Valencia.

Seit vielen Jahren ist es Brauch, sich kurz vor Mitternacht auf großen Plätzen, in Stadtzentren oder vor Gebäuden wie Rathäusern, Postämtern, vor Kathedralen oder Stiftskirchen zu versammeln. Viele Orte im Land Valencia haben ihre Plätze weihnachtlich geschmückt oder gar einen riesigen Weihnachtsbaum aufgestellt, der prachtvoll beleuchtet und mit zahlreichen Geschenken behangen ist.

Um Mitternacht essen die die Menschen bei jedem Glockenschlag jeweils eine der zwölf mitgebrachten „Glückstrauben“, um auf diese Weise das alte Jahr zu verabschieden und ein neues Jahr voller Träume, Hoffnungen und neuer Vorhaben willkommen zu heißen. Der Großteil der in Spanien verzehrten Trauben kommt aus dem Hinterland Alicante, z.B. aus Novelda.

Der Brauch der „Glückstrauben“ stammt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Es heißt, man habe diese Tradition 1909 eingeführt, um einen Überhang bei der Traubenernte abzubauen.

Danach wünschen sich die Menschen „feliç Any Nou“ oder ein „Feliz Año Nuevo“ und prosten sich mit Sekt zu. Aber nicht, ohne vorher einen goldenen Ring ins Glas zu werfen, denn auch dieser Brauch bringt Glück. Anschließend füllen sich die Bars der Städte und es wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Glück in der Liebe bringt vor allem ein spanischer Brauch, den auch die valenzianischen Männer und Frauen pflegen: Es ist Tradition, in der Silvesternacht rote Dessous zu tragen. Diese müssen neu und geschenkt sein, damit Amor einem auch in Zukunft hold ist.







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