Meliá Hotels International schließt 2011 mit einem Gewinn von 40,1 Millionen Euro ab


05 Mrz 2012 [08:55h]     Bookmark and Share


Meliá Hotels International schließt 2011 mit einem Gewinn von 40,1 Millionen Euro ab

Meliá Hotels International schließt 2011 mit einem Gewinn von 40,1 Millionen Euro ab



Unternehmen/Finanzen: Ergebnis Geschäftsjahr 2011. Hotelmanagement-Geschäftsmodell steht im Fokus künftiger internationaler Entwicklung
Deutsche Hotels mit deutlichem Zuwachs

Palma de Mallorca/Ratingen. – Die spanische Kette Meliá Hotels International, die sich eine Position unter den weltweit zehn größten Hotelmanagement-Gesellschaf­ten zum Ziel gesetzt hat, konnte ihren Umsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr um 6,8 Prozent, das EBITDA um 4,4 Prozent steigern. Ausschlaggebend für den Umsatzanstieg waren aufstrebende Märkte wie Brasilien (+43%), China (+31%) und Osteuropa (+13%), die den weiterhin negativen Trend im spanischen Heim­markt (-5%) ausgleichen konnten. Verbindlichkeiten konnten um 170 Mill. Euro auf eine Mrd. Euro gesenkt werden.

Hotelgeschäft: Das bereinigte EBITDA der Hotelsparte wuchs um 12,5 Prozent, der Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) konnte erneut zulegen und stieg übers Jahr betrachtet um neun Prozent. Verbesserungen verzeichneten vor allem auch Schlüsselstädte wie Madrid, London, Berlin, Paris und Mailand.

Finanzmanagement: Meliá Hotels konnte seine Verbindlichkeiten im letzten Quartal deutlich auf 1.003 Millionen Euro senken und eine komfortable Liquidität beibehalten.

Internationales Wachstum: Der strategische Fokus liegt auf Asien, Lateiname­rika und europäischen Metropolen. Die mallorquinische Gruppe hat derzeit 31 Ho­tels in der Pipeline, 20 neue Häuser mit insgesamt 5.056 Zimmern wurden 2011 hinzugefügt. Mit bereits bestehenden und in der Planung befindlichen Häusern steigt die Anzahl der weltweiten Hotels auf derzeit 354.

Strategie: Als „glokales“ Unternehmen entwickelt Meliá maßgeschneiderte Strate­gien für unterschiedliche internationale und lokale Szenarien. Während man sich in Spanien auf Krisenpläne und Sparmaßnahmen konzentriert, liegt der Schwerpunkt außerhalb des Heimmarktes auf einem hohen Wachstum und einer signifikanten Steigerung des operativen Gewinns. Internationales Wachstum steht dabei an ers­ter Stelle. Wichtige Knotenpunkte sind dabei die Amerikas, EMEA, Spanien, der Mittelmeerraum und Asien.

Geschäftsmodell: Auch 2011 lag der Fokus auf dem Ausbau des gehobenen Seg­ments und der Luxuskategorie, was durch Betriebsmodelle wie Management-, Pacht- oder Franchiseverträge nur einen geringen Investitionsaufwand erforderte. Mehrwert bietet die Meliá-Kette den Hoteleigentümern durch eine führende Markt­position, erfolgreiche Kundenbindungsprogramme – inzwischen liegt der Stamm­kundenanteil bei den Übernachtungen bei 22 Prozent –, die Standardisierung der Hotelmarken und effiziente Managementsysteme.

Verpflichtung zu sozialer Verantwortung: Meliá kooperiert unter anderem mit UNICEF und wurde in das ‚Carbon Disclosure Project Iberia 125’ aufgenommen. Das Energiesparprojekt SAVE führte zu einer Reduktion des CO²-Ausstoßes je Gast um 6,3 Prozent, einer Senkung des Wasserverbrauchs um neun Prozent und einer Energieeinsparung von 7,4 Prozent.

Ausblick auf 2012: Die verschiedenen Länder und Regionen werden sich auch weiterhin unterschiedlich entwickeln, wobei die negative Entwicklung in den südli­chen Eurostaaten durch Wachstum in Asien und im lateinamerikanisch-karibischen Raum ausgeglichen wird. Positiver als erwartet verläuft die Entwicklung des Hotel­geschäfts in den USA, Japan und Deutschland. Weltweit erwartet MHI in diesem Jahr einen einstelligen Anstieg des RevPAR.

Geschäftsentwicklung 2011

Höhen und Tiefen prägten das Geschäftsjahr 2011. Absolut erfreulich war der Anstieg des RevPAR (Erlös pro verfügbarem Zimmer) um neun Prozent. In Spanien zeigte sich das Ergebnis positiv bei Feriendestinationen, die von ausländischen Gästen gebucht werden. Nicht zufrieden stellend war die Performance bei Stadtho­tels und Hotels, die stärker von spanischen Gästen abhängig sind. MHI konzen­trierte sich in 2011 weiterhin auf Märkte wie Amerika (Nord-, Mittel- und Latein­amerika, insbesondere auf aufstrebende Länder wie Kolumbien und Brasilien, wo der Umsatz um 43 Prozent zulegte), Asien (China verzeichnete ein Umsatzplus von 31 Prozent) sowie besonders dynamische Städte in Europa, in denen Meliá Hotels seine Präsenz weiter ausbauen will.

Das vergangene Jahr war auch geprägt von wichtigen Veränderungen, darunter die Umbenennung des Unternehmens von Sol Meliá zu Meliá Hotels International sowie eine interne Restrukturierung, durch die etwa die Bereiche Asien-Pazifik und die Immobiliensparte als Schlüssel für dauerhaftes Wachstum gestärkt wurden. MHI will sich auf das Management von Hotels sowie die Optimierung des Wertes und des Managements seiner Immobilien durch Partnerschaften und Asset-Rotation kon­zentrieren. Der neue Strategie-Plan sieht außerdem eine stärkere Ausrichtung auf die Gewinnmaximierung und eine Stärkung der Kundenbindung vor. Daraus resul­tierend verzeichnet das „mas“ Loyalty-Programm inzwischen 2,5 Millionen Mitglie­der, deren Anteil an den Übernachtungen 22 Prozent ausmachte. Außerdem zählt Meliá mittlerweile eine halbe Million Fans auf Facebook und belegt damit nach Hilton und Starwood weltweit Platz drei.

Im Einzelnen erzielten die Marken folgende Ergebnisse: Sol Hotels (100% Spanien und Resort) verzeichnete einen RevPAR-Anstieg von 19,1 Prozent, was hauptsäch­lich auf die Zuwächse auf den Balearen (+26,7%) und den Kanaren (+20,1%) zu­rückzuführen ist. Die Marke TRYP by Wyndham (Stadthotels, 76% in Spanien) vermeldete ein RevPAR-Plus von 4,1 Prozent und profitierte damit bereits von der Internationalisierung der Marke durch die Allianz zwischen MHI und der Wyndham Hotel Group. Meliá Hotels & Resorts steigerte den RevPAR um 4,2 beziehungs­weise 6,2 Prozent (ohne Stadthotels). Die Premiummarken (Paradisus, Gran Meliá und ME by Meliá), deren Portfolio sich zu 81 Prozent auf Nord- und Süd­amerika konzentriert, verzeichneten einen durchschnittlichen RevPAR-Anstieg von 9,8 Prozent. Maßgeblichen Anteil daran hatten die Hotels in Puerto Rico, Venezuela, Mexiko und der Dominikanischen Republik.

Ausblick 2012

Die unterschiedliche wirtschaftliche Lage innerhalb und außerhalb Spaniens bedingt eine zweigeteilte Geschäftsprognose. International wird starkes Wachstum und Gewinnmaximierung erwartet. National ist die Strategie geprägt von Einsparungen, Effizienzsteigerung durch Bildung neuer Cluster, Portfolioanpassungen und neu ver­handelte Pachtverträge. Mit dieser Strategie will sich Meliá Hotels International in den kommenden Jahren sowohl in Spanien als auch international fokussieren auf Gewinnmaximierung und effizientes Kostenmanagement, Kundenbindung und Optimierung der Kundenbeziehungen, zunehmende Diversifizierung sowie Speziali­sierung auf Hotels im Upscale- und Luxussegment (dazu zählen mittlerweile 84 Pro­zent der Hotels) sowie auf die Entwicklung hin zu einer der zehn größten internatio­nalen Hotelmanagementgesellschaften. Im Rahmen der neuen strategischen Aus­richtung sollen E-Business und Verkaufsteams signifikant ausgebaut und neue Ver­einbarungen mit Vertriebspartnern geschlossen werden. Hinzu kommt die zuneh­mende Fokussierung auf alternative Märkte wie Brasilien, Russland, Osteuropa und China.

Mit Blick auf die einzelnen Märkte wird sich der unterschiedliche Nachfragetrend von 2011 auch 2012 fortsetzen. Eine positive Entwicklung wird in den europäischen Städten erwartet, wie beispielsweise durch das starke Messegeschäft in Deutsch­land, einem Markt mit einem Umsatzwachstum von 8,7 Prozent und einem EBITDA-Anstieg von 35 Prozent in 2011. Weitere Triebfedern sind die Olympischen Spiele in London und eine stärkere Konzentration auf den Geschäftsreisesektor an wichtigen Hotelstandorten wie etwa Paris.

Ebenfalls positiv ist die Entwicklung bei Resorthotels und Geschäftsreisen in der Karibik, woran die beiden neu eröffneten Paradisus-Resorts mit insgesamt 906 Zimmern in Playa del Carmen (Mexiko) einen entscheidenden Anteil haben, sowie das anhaltende Wachstum in China und Südostasien, wo Meliá Hotels International vor allem im Bereich der Stadt- und Luxusresorts verstärkt präsent ist. Während in Lateinamerika und Asien ein deutliches Wachstum zu erwarten ist, geht man in den USA im Wahljahr dagegen nur von einem mittelmäßigen Anstieg aus.

Spanien entwickelt sich in zwei Richtungen – die Entwicklung im Freizeitsegment bleibt aufgrund der weiterhin instabilen Lage in Nordafrika positiv. Metropolen wie Madrid und Barcelona weisen sowohl bei den Geschäftsreisen als auch im Freizeit­segment ein gesundes Wachstum auf während die Lage in anderen Städten schwie­rig bleibt.

Deutsche Hotels mit deutlichem Zuwachs

Deutlich über den Zahlen des Jahres 2010 hat auch die Deutschland-Tochter in Ratingen das zurückliegende Geschäftsjahr abgeschlossen. Im Vergleich zum Vor­jahr konnten die 22 Hotels der Marken Meliá, Innside und Tryp ihre durchschnittli­che Belegung um mehr als drei Prozent anheben. Mit etwas über 69 Prozent (i. Vj. 67 %) stellt dieser Wert „eine Marke dar, an der wir uns künftig messen wollen“, unterstreicht Deutschland-Chef Kai Lamlé das erfreuliche und über den Erwartun­gen liegende Ergebnis. Parallel zum Anstieg der Belegungszahlen erhöhte sich der Nettoumsatz (ohne Mehrwertsteuer) der Sol Meliá Deutschland GmbH um 8,7 Pro­zent von 99,3 Mill. auf 108 Mill. Euro. Durch Neuverhandlungen für bestehende Pachtverträge konnte das EBITDA um 35 Prozent verbessert werden. Äußerst zufrieden ist man auch mit der Entwicklung der durchschnittlichen Netto-Zimmer­erlöse, die um 4,6 Prozent stiegen und mittlerweile deutlich über 85 Euro liegen. Kai Lamlé führt diesen sehr positiven Verlauf des Geschäftsjahres 2011 auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurück. Zum einen konnte die Kette starke Zuwächse im deutschen Messe- und Veranstaltungsgeschäft verzeichnen. Darüber hinaus haben sich die in 2010 neu eröffneten Hotels, das Innside Dresden und das Tryp Berlin Mitte mittlerweile hervorragend in ihren lokalen Märkten platziert und sich dort ihren Marktanteil sichern können. Außerdem lag ein Schwerpunkt auf dem Ausbau von Kundenbindungsmaßnahmen sowie Online-Geschäft und das in 2010 implementierte Kosten- und Krisenmanagement wurde fortgeführt. Bisheriger Ver­lauf und Vorbuchungen versprechen hierzulande ein ebenfalls erfolgreiches Jahr 2012, für das man ein Umsatzwachstum von über drei Prozent anstrebt.

Foto: Carstino Delmonte







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