Kultur in Portugal: In acht Tagen um die Welt


07 Jul 2011 [14:09h]     Bookmark and Share


Kultur in Portugal: In acht Tagen um die Welt

Kultur in Portugal: In acht Tagen um die Welt



Sines’ Festival der Weltmusik ist vielfältiger denn je

Berlin – Das kleine Städtchen Sines im Alentejo trägt vom 22. bis zum 30. Juli ein kulturelles Highlight aus: Das Festival der Weltmusik.

Fast hunderttausend Kosmopoliten pilgern dann durch die stimmungsvolle Altstadt Richtung Kunstzentrum, mittelalterlicher Burg oder Strand, um auf Portugals beliebtestem Festival fremde Kulturen hautnah zu erleben, Musik zu genießen – und natürlich die Hüften zu schwingen. Denn bei dem Festival kommt die gesamte Vielfalt und Klasse multikultureller Musik zum Ausdruck. Den verschiedenen Stilrichtungen sind dabei keine Grenzen gesetzt und so reichen die Beiträge von Jazz, Folk, Klassik über Flamenco und Blues bis zu Reggae. Das vielfältige Programm wird jedem Musikgeschmack gerecht und garantiert eine ausgelassene Stimmung.

Allein das Line-up besteht aus insgesamt 35 Acts aus 23 Ländern. Der portugiesische Gitarrist António Chainho thematisiert mit seiner gefühlvollen Gitarrenmusik die 500 Jahre währende Verbindung zwischen Portugal und Indien. Keine Location wäre dafür besser geeignet als die historische Burg, in der Vasco da Gama, Entdecker des Seeweges nach Indien, 1469 geboren wurde. Freudig erwartet wird dieses Jahr die Show „Congotronics vs. Rockers“: Zehn Musiker aus dem Kongo treffen auf zehn Rocker aus den USA, Argentinien und Schweden. Das russische Trio Ayarkhaan bindet sogar landestypische Instrumente wie eine Maultrommel namens khomus in ihre Konzerte ein.

Das Festival der Weltmusik wurde erstmals 1999 veranstaltet und erfreut sich seitdem wachsender Beliebtheit. Was als kleines Festival mit bis zu acht Bands und 7.000 Besuchern begann, mauserte sich innerhalb des letzten Jahrzehnts zu einem der größten Festival Portugals. Heute tanzen rund 90.000 Menschen zu den Beats von 35 Bands. Einige Konzerte wurden bereits in das bei Sines gelegene Küstendorf Porto Covo ausgelagert.

Über Sines:

In dem ehemaligen Fischerdörfchen Sines befindet sich heute ein Tiefwasserhafen, der für die Logistik und Wirtschaft Portugals von großer Bedeutung ist. Hoch über der Bucht thronen die Überreste einer mittelalterlichen Burg, die bereits im 16. Jahrhundert restauriert wurde. Einer der bekanntesten Söhne der Stadt ist der Seefahrer Vasco da Gama, der den Seeweg nach Indien entdeckte. In einem der Burgtürme befindet sich ein Museum, das seinem Leben gewidmet ist. Sehenswert ist auch das archäologische Museum, in dem Fundstücke ausgestellt sind, die bei Ausgrabungen vor Ort entdeckt wurden und belegen, dass die Region seit frühester Zeit besiedelt war.

Über Porto Covo:

Porto Covo ist ein gemütliches Fischerstädtchen mit kleinen, weißgetünchten Häusern. Ein Besuch lohnt sich schon allein wegen der schönen, meist versteckt gelegenen Strände, die entlang der Steilküste zu finden sind. Von Porto Covo aus ist die zirka 250 Meter vor der Küste gelegene Ilha do Pessegueiro zu sehen. Die verlassene kleine Insel beflügelte stets die Phantasie, viele vermuten, dass sie im Laufe der Jahrhunderte als Zufluchtsort für Piraten gedient habe. Funde aus dem 3. Jahrhundert belegen jedoch nur, dass die Insel von den Karthagern belagert wurde. Zudem wurden dort Behälter zum Einsalzen von Fischen aus der Römerzeit entdeckt.

Foto: Copyright Câmara Municipal de Sines / Turismo de Portugal







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