Holland: Exotische Schlechtwetteralternative


15 Nov 2010 [09:30h]     Bookmark and Share


Holland: Exotische Schlechtwetteralternative

Holland: Exotische Schlechtwetteralternative



Weihnachtlicher Tropenbasar im Burgers‘ Zoo

Köln – Wenn sich der Herbst mit Regen und Kälte mal wieder von seiner ungemütlichen Seite zeigt, wünscht man sich gerne mal an einen wärmeren Ort. Im Burgers‘ Zoo im grenznahen Arnheim kann man für einige Stunden die Wetterkapriolen vergessen und eintauchen in Flora und Fauna des indonesischen Regenwalds. Während der Abendveranstaltungen in der Weihnachtszeit sorgt dort außerdem ein Winterbasar für exotische Abwechslung.

Der tropische Regenwald war 1988 das erste Ökosystem des Zoos, das auf die möglichst naturnahe Präsentation von Tieren setzte. Noch heute begeistert der eineinhalb Hektar große Burgers‘ Bush durch seine authentische Art – gerade wegen typisch feuchter Hitze, dichtem Pflanzenwuchs und frei herumtollenden Tieren. Vom 18. bis 30. Dezember (mit Ausnahme der Weihnachtstage) steht die große Tropenhalle Burgers‘ Bush zudem ab 11 Uhr ganz im Zeichen des Wintermarkts Pasar Malam. Neben dem winterlichen Abendprogramm mit Blick hinter die Kulissen des Aquariums Ocean können Besucher bis 20 Uhr die tropische Atmosphäre Indonesiens erleben. Auf zwei Bühnen sorgen Bands für die musikalische Begleitung, während exotische Tänze aus Tahiti, Hawaii und Bali vorgeführt werden. Und auch die Geschmacksnerven werden nicht außer Acht gelassen: An verschiedenen Ständen werden Besucher mit zahlreichen Leckereien der Inselstaaten beköstigt. Während Pasar Malam gewährt der Tierpark übrigens ab 16 Uhr 50% Rabatt auf den Eintrittspreis.

Im Tropenwald regnet es nur nachts

Tropische Regenwälder sind die reichsten Ökosysteme der Welt, und nur durch die ständig hohe Temperatur können sie weiter existieren. Tag und Nacht herrschen dort zwischen 22 und 30°C, und auch die Feuchtigkeit muss unveränderlich hoch sein. Das ist sonst nur in Gebieten rund um dem Äquator gegeben, in Burgers‘ Bush werden diese Bedingungen jedoch gut nachgeahmt. So fallen hier pro Jahr mindestens 2200 Millimeter Regen – übrigens immer nachts, damit die Besucher tagsüber nicht durchnässt werden. Eine Wanderung durch einen Regenwald ist ein echtes kleines Abenteuer. Der Körper muss sich erst einmal an die hohen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit gewöhnen. Zudem werden die Gäste in Arnheim richtig gefordert und müssen sich ihren Weg durch den Wald selbst suchen und auf Entdeckungstour gehen. Das macht den Besuch gleich viel spannender! Richtig verlaufen kann man sich aber nicht, denn die Wege sind zum größten Teil befestigt – wohl aber unregelmäßig. Manchmal führt der Weg über schmale Abenteuer-Pfade mit Trittsteinen durch kleine Flüsse, manchmal direkt an Wasserfällen entlang, durch dichten Bewuchs und Sümpfe. Natürlich kann man von den Hauptwegen oder auch von der Waldterrasse des Bush-Restaurants die Atmosphäre ausreichend genießen. Hier werden verschiedene tropische Reis- und Fleischgerichte, aber auch zahlreiche tropische Suppen und Getränke serviert.

Das ganze Jahr Blütezeit

Die Bäume in Burgers‘ Bush sind äußerst vielfältig: So finden sich im sogenannten Pionierwald sehr junge Exemplare, die schnell wachsen, viel Licht brauchen und teilweise nach nur zehn Jahren absterben. Andere Arten benötigen mehr Schatten und wieder andere wachsen langsamer und bilden so sehr hartes Holz. Im Bush gibt es momentan Baumsorten aus allen drei Waldarten; außerdem viele andere Pflanzen, wie etwa Palmen, Lianen und Kletterpflanzen. Und Orchideen und Farne, die auf Bäumen wachsen. Das müssen sie auch, denn nur ein Prozent des Sonnenlichtes dringt bis zum Waldboden durch. Wegen der außergewöhnlichen Artenvielfalt finden sich im Bush übrigens fast das ganz  Jahr über blühende Pflanzen.  Ähnlich wie die Flora ist auch die Fauna der „niederländischen Tropen“ äußerst vielfältig: Farben-prächtige Vögel leben neben fliegenden Hunden und im Dickicht lungern Leguane. Gegenüber des großen Wasserfalls verweilen Seekühe, und auch Erdferkel haben hier ihr Zuhause. Die meisten Arten spielen eine wichtige Rolle als Abfallbeseitiger und Blüten-Bestäuber, aber auch als Jäger. So sorgen Schlangenhalsvögel, Ibisse und Rallen dafür, dass Schnecken und kleine Fische nicht überhand nehmen und Eidechsen und Frösche fressen sämtliche Insekten. Um die Vegetation zu schonen, gibt es nur wenige Pflanzenfresser. Grüne Leguane richten an den Pflanzen fast keinen Schaden an, Wasserschweine dagegen sind große Nagetiere und können eine ganze Menge wegfressen. Sie dürfen daher nicht auf das ganze Terrain. Beim Besuch im Bush fallen natürlich die bunten und lärmenden Vögel zuerst auf. Aber es gibt auch einige Tiere, die wegen ihrer Tarnung erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind. Deshalb ist es lohnenswert, sich Zeit zu nehmen und gut umzusehen. Aber auch das Wetter und die Tageszeit sind hier von Bedeutung. Eidechsen kommen zum Vorschein, wenn die Sonne scheint. Kröten, Frösche und Flughunde treten dagegen erst in Aktion, wenn sie untergeht.

Hausverbot für Panter, Tiger und Bären

In jedem Ökosystem in Burgers‘ Zoo leben die Tiere friedlich nebeneinander. Einige Arten können sich jedoch nicht ganz frei bewegen, weil sie die Pflanzen zu sehr beschädigen oder eine Gefahr für Besucher und andere Tiere darstellen. Raubtiere wie Tiger, Panter und Schakale sind deshalb nicht im Bush untergebracht, sondern haben seit 2008 eine eigene Unterkunft im malaiischen Regenwald Rimba. Auch Wasserwarane leben dort. Da nahezu alle Tiere auf ihrem Speiseplan stehen, können sie nicht mit anderen Arten zusammen gehalten werden. Das gilt auch für die Netzpythons. Sie sind, wie andere Reptilien, wegen ihrer Körpertemperatur von der Umgebung abhängig und müssen das ganze Jahr hindurch erwärmt gehalten werden. In einer unterirdischen Höhle haben sie im Rimba ihr Zuhause gefunden – direkt unter dem Tigergehege.

Weitere Informationen: www.burgerszoo.de, www.niederlande.de

Winterbasar Pasar Malam:

18. bis 30. Dezember 2010  (mit Ausnahme der Feiertage vom 24. bis 26. Dezember)

Während der Winterabenteuer sind die Huftiere im Safaripark nur in ihren warmen Innengehegen zu beobachten.

Lolo Stürmchen







  • Palma.guide



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