DSLV sieht Gipfel der Polemik bei Allianz pro Schiene erreicht (mit Filmbeitrag in der Meldung)


17 Sep 2010 [13:23h]     Bookmark and Share


DSLV sieht Gipfel der Polemik bei Allianz pro Schiene erreicht (mit Filmbeitrag in der Meldung)

DSLV sieht Gipfel der Polemik bei Allianz pro Schiene erreicht (mit Filmbeitrag in der Meldung)



Propagandavideo gegen Lang-Lkw

Bonn – Angesichts der neuesten PR-Aktion der Allianz pro Schiene ist für den Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) die Grenze des Ertragbaren erreicht. In einem Youtube-Video stellt der Interessenverband den Lang-Lkw erneut als Straßenungetüm und Monstertruck dar, der den Verkehr in Innenstädten wie auf Landstraßen gefährdet und der per se umweltfreundlichen Schiene das Aufkommen wegnimmt. Anhand von Beispielen aus Schweden soll gezeigt werden, wie überlange Lkw Kreuzungen und Kreisverkehre blockieren. Sogar vor Bildern eines Unfalls mit tödlichem Ausgang schrecken die Filmemacher nicht zurück.

„Angesichts eines derartigen Propagandafilms fällt es einem schwer, in der Kritik sachlich zu bleiben. Für uns ist damit der Gipfel der Polemik erreicht“, kommentiert DSLV-Präsident Mathias Krage die neueste Aktion der Lang-Lkw-Gegner. Diese wird unterstützt durch die Vorlage eines Gutachtens, das am Mittwoch in Berlin vorgestellt wird, und welches die rechtlichen Grundlagen des geplanten Modellversuches der Bundesregierung in Frage stellt. „Offensichtlich will man den Modellversuch mit allen Mitteln verhindern, weil man Angst vor den Ergebnissen hat. Es könnte sich ja rausstellen, dass die ganze Panikmache unserer Gegner wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt“, so Krage.

Dies erkläre auch die bewusste Unsachlichkeit mit der hier argumentiert wird. Konsequent ist nur vom 60-Tonner die Rede, obwohl im Rahmen des Modellversuchs kein Lkw schwerer als 40 Tonnen sein wird. Gezeigt wird die angebliche Verkehrsbehinderung in Innenstädten, obwohl die Fahrzeuge schwerpunktmäßig auf Autobahnen und Fernstraßen eingesetzt werden. Mit Kreisverkehren kommen Lang-Lkw problemlos zurecht, und die Straße wird aufgrund der höheren Achszahl weniger geschädigt, als bei herkömmlichen Lastzügen. Schließlich verweist Krage die Mär von der Abwanderung der Güter von der Bahn auf die Straße ins Reich der Fantasie: „Gerade im kombinierten Verkehr hat sich gezeigt, dass Bahn und Lang-Lkw sich sehr gut ergänzen. Darum fordern wir, damit aufzuhören, die Verkehrsträger hier gegeneinander auszuspielen, sondern sich eher auf gemeinsame Stärken zu konzentrieren.“

Foto: Carstino Delmonte/ Touristikpresse.net







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