Germanwings: Hetze gegen Regierung mit Deutschlandfarben und Bundesadler


16 Sep 2010 [13:12h]     Bookmark and Share


Germanwings: Hetze gegen Regierung mit Deutschlandfarben und Bundesadler

Germanwings: Hetze gegen Regierung mit Deutschlandfarben und Bundesadler



Das Lufthansa-Unternehmen Germanwings polemisiert massiv gegen die anstehende Flugsteuer der Bundesregierung. Für noch mehr Profit in der Zukunft nutzt sie nun auch die Deutschlandfarben und den Bundesadler in ihren Aussendungen an Millionen von Newsletternempfängern.

Köln/Bonn – Germanwings ist profitabel und zählt innerhalb des Lufthansa-Konzerns zu den Cash-Cows. Damit das auch in Zukunft so bleibt, polemisiert die Airline nun kräftig gegen die Steuermassnahmen der Bundesregierung. In ihrem Newsletter, mit der die Firma ihre Preisaktionen bei Millionen von Kunden bewirbt, nutzt das Unternehmen den Bundesadler und die Deutschlandfarben sowie den offensiven Hinweis „Zuzüglich staatlicher Luftverkehrssteuer“. Für die eigenen Zusatzgebühren für Gepäckaufgabe und Zahlung per Kreditkarte fehlen die bunten Farben: Lediglich ein Sternchen am Flugpreis weist in der Fußnote darauf hin, dass die Airline eigentlich noch mehr Geld vom Kunden will, wenn sie sein Gepäck oder Kreditkarte fürs Zahlen akzeptiert. Marketingmaßnahmen, die zahlreiche Kunden verwirren dürften.

Germanwings gehört nicht gerade zu den bescheidenen Airlines, die ihre Gäste immer mit Freude und günstigen Preisen beglücken. Das Lufthansa-Unternehmen ist bekannt für vollmundige Werbeparolen im Bildzeitungsstil, agressive Plakatfarben und seine Zusatzgebühren, die Flugreisen – ähnlich wie beim Vormacher Ryanair – deutlich erhöhen können. Spätestens mit der Geschäftsleitungsübernahme durch den ehemaligen Lufthansa-Manager Thomas Winkelmann galt die Airline als eine Art Testballon für profitable Massnahmen und Preisexperimente, die auch für die Mutterfirma Lufthansa immer wieder diskutiert werden.

Besonders unangenehm war Germanwings den Kunden und Verbraucherschützern in der Vergangenheit aufgefallen, denen die Airline überhöhte Rücklastschriftgebühren von 60 Euro in Rechnung stellte – eine gigantische Gewinnaktion für die selbsternannte „Günstig-Airline“, die dem Unternehmen über Jahre kräftige Einkünfte gebracht haben dürfte. Obwohl die Gier nach mehreren Instanzen und Jahren durch Klagen von Verbraucherschützern letztlich begrenzt wurde, haben die meisten der Opfer keine Rückerstattungen dieser happigen Beträge erhalten.

Kunden, die ihren Flug bisher nicht antraten, hatten in den meisten Fällen keinen Anspruch auf Erstattung des Flugpreises. Lediglich die jeweils treuhänderisch eingezogenen Steuern und Gebühren für nichtgenutzen Flüge wurden zum Teil nach aufwendigen Rückerstattungsprozeduren, jedoch nie unaufgefordert von Germanwings zurück erstattet. Wie dies mit den demnächst anstehenden höheren staatlichen Steuern in der Praxis abgewickelt wird, bleibt abzuwarten.

Foto: Carstino Delmonte/ Touristikpresse.net

 







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