Lufthansa City Center festigen Position im Reisebüromarkt


10 Jun 2010 [12:08h]     Bookmark and Share


Lufthansa City Center festigen Position im Reisebüromarkt

Lufthansa City Center festigen Position im Reisebüromarkt



1,83 Milliarden Euro Umsatz im turbulenten Jahr 2009 – Geschäftsreiseverkehr rückläufig, Touristik relativ stabil – Prognose für 2010: Sechs Prozent Wachstum Weltweit fast vier Milliarden Euro Umsatzvolumen und in nahezu 80 Ländern vertreten

Frankfurt am Main – Das wirtschaftlich schwierige und ebenso turbulente Jahr 2009 haben die Lufthansa City Center (LCC) als führende konzernunabhängige Reisebüroorganisation besser bewerkstelligen können als der Durchschnitt der Branche: Die 300 LCC-Partnerbüros in Deutschland mit ihren 2.500 Mitarbeitern erzielten einen  Umsatz von 1,83 Milliarden Euro (minus 11,17 Prozent), wobei der Geschäftsreiseverkehr 842 Millionen Euro (minus 17,45 Prozent) erreichte, die private touristische Nachfrage mit einem Volumen von 988 Millionen Euro (minus fünf Prozent) relativ stabil blieb.

„Das Jahr 2009 war geprägt von vielen Unwägbarkeiten und Neuentwicklungen. Zum einen haben Firmen ihre Reisekosten teilweise dramatisch in bislang unbekannter Konsequenz gekürzt, andererseits gab es selbst bei sehr hochwertigen touristischen Reisen außerordentlich kurzfristige Entscheidungen, die ebenfalls ein Novum waren. Wir standen vor neuen Herausforderungen. Die Formel lautete: Höchst flexibel reagieren, beste wettbewerbsfähige Preise bieten und bereit sein, selbst schnellsten Änderungswünschen nachzukommen – ohne, dass dabei die sprichwörtliche LCC-Qualität auf der Stecke blieb“, so Klaus Henschel, Geschäftsführer der Lufthansa City Center Reisebüropartner GmbH (LCR), vor der Presse in Frankfurt.

„Aktive Steuerung und viel Kreativität“

Die globale wirtschaftliche Talfahrt machte sich im Travel Management für Firmen besonders bemerkbar. Die Unternehmen setzten unmittelbar den Rotstift am Reise-Etat an und veränderten ihre Reiserichtlinien vor dem Hintergrund sinkender eigener Umsätze. Gleichzeitig kam es zu einem Wertverfall bei Flugtickets durch Buchung günstigerer Kategorien. Ähnliches galt auch für Hotelübernachtungen und Mietwagen. In der Touristik spürten die LCC die Zurückhaltung des Verbrauchers, insbesondere sich längerfristig mit Reservierungen zu binden. Henschel: „Wir konnten durch aktive Vertriebssteuerung, durch viel Kreativität und attraktive Partnerschaften ein Ergebnis erzielen, das unsere Position im hart umkämpften Umfeld eindeutig festigt. Das schafft für die Lufthansa City Center eine gute Wachstumsbasis, insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich der Markt wieder erholt“.

LCC mit hoch attraktiver Angebotspalette

Die Nähe zu den Franchisepartnern war 2009 besonders wichtig, um Orientierungshilfen fürs tägliche Geschäft und darüber hinaus zu geben. Die persönliche Betreuung der LCC-Büros wurde in diesem Zusammenhang weiter verstärkt. Gleichzeitig begann LCC, in den Reisebüros eine neue EDV-Systemwelt zu installieren, die sogenannten „Full Content“ gewährleistet und das Angebot im LCC-Büro noch attraktiver macht  – bei deutlich verbesserter Kundenansprache. Auch die Kooperation mit den Global Distribution Systemen (GDS) wurde intensiviert; LCC-Partnerbüros haben heute Zugriff auf die Angebotspalette aller drei führenden GDS – von Amadeus über Galileo bis zu Sabre.

Eine wichtige Entscheidung fiel 2009 bezüglich des Markenauftritts. Die Lufthansa City Center haben sich vorzeitig und für weitere sieben Jahre die Markenrechte der Lufthansa gesichert. Somit kann das LCC-Netzwerk für seinen Marktauftritt weiterhin weltweit den Namen „Lufthansa“ als unverwechselbares Gütesiegel nutzen. Die langfristige Nutzung gibt der LCC Organisation große Planungssicherheit und unterstreicht die grundsätzliche Qualität des LCC-Vertriebssystems.  

Expansion im Ausland: In nahezu 80 Ländern vertreten

Während die Zahl der Partnerbüros in Deutschland mit rund 300 Franchisenehmern auf hohem Niveau stabil blieb, konnte LCC im Ausland weiter expandieren. Heute sind außerhalb Deutschlands weitere 310 Reisebüros (plus zwölf gegenüber Vorjahr) in nahezu 80 Ländern dem Netzwerk angeschlossen. „Die Büros schätzten die Mitgliedschaft im globalen Verbund mittelständischer Reiseunternehmen, das Credo zu Qualität `made in Germany´ und die geballte unternehmerische Kompetenz in unserer Organisation. Das alles gibt Kraft und neue Perspektiven in Zeiten mit ungeklärten und ebenso veränderten Situationen“, so Rainer Schäfer, Geschäftsführer der Lufthansa City Center International GmbH (LCCI), Frankfurt.

LCCI verfügte im Jahr 2009 über nunmehr sieben Länderorganisationen weltweit, über die Strategie, Kommunikation und Know how lokal implementiert werden. Ländervertretungen gibt es in Österreich, Italien, Spanien, Russland, Argentinien, Brasilien und Mexiko. Sie sind das Bindeglied zwischen den einzelnen Regionen und der Zentrale in Frankfurt am Main. LCCI legt besonderen Fokus auf Kommunikation, Training und „Committment Monitoring“, mit dem die Konformität und das Angebot der Partner nach LCC Standards geprüft werden. 

Renaissance des Fachreisebüros erwartet

Die LCC Organisation erwartet vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2010 eine Erholung des Reisemarktes. Sowohl in der Touristik als auch im Geschäftsreiseverkehr rechnen die Lufthansa City Center mit einem einstelligen Wachstum bei härter werdender Wettbewerbslage. Die aktuellen Buchungseingänge stimmen optimistisch, sodass ein Umsatzwachstum von etwa sechs Prozent angenommen werden kann. Auch rechnen die Lufthansa City Center mit einer Renaissance des Fachreisebüros: Klaus Henschel: „Viele Angebote im Internet sind entweder unklar oder erklärungsbedürftig, was selbst den gut informierten Konsumenten wieder im Reisebüro buchen lässt. Oder er greift auf Online-Produkte von LCC zurück, weil er weiß, dass dahinter ein Fachreisebüro mit entsprechendem Service steht.“

Aschewolke: Reisebüros helfen flexibel in schwieriger Lage

Insbesondere die aktuellen  Schwierigkeiten im Luftverkehr, verursacht durch die Staub- und Aschewolke beim Vulkanausbruch auf Island, führten dazu, dass immer mehr Geschäfts- und Privatreisende ihr Reisebüro kontaktierten – entweder um zuverlässige Informationen über ihre Reise zu bekommen oder aber um kompetent Umbuchungen vornehmen zu können. Rainer Schäfer: „Es zeigte sich ganz generell, dass Reisebürokunden wesentlich besser betreut werden konnten als Kunden, die direkt beim Leistungsträger oder gar Online im Internet gebucht hatten. Diese Erfahrungen tragen dazu bei, das Image des Reisebüros beim Verbraucher nachhaltig zu fördern.“  

LCC-Netzwerk mit schneller Hilfeleistung

LCC stellt innerhalb seiner globalen Präsenz von rund 600 Büros den weltweiten Trend fest, dass Reisebüros ganz verstärkt als verlässliche Anlaufstelle genutzt werden und hält – mit Blick auf den Vulkanausbruch – ein gutes Beispiel aus dem eigenen Netzwerk bereit. So konnte eine Gruppe von 28 Teilnehmern, Kunden des LCC-Partners IVR Reisebüro in Ibbenbüren, nicht wie geplant von Atlanta/Georgia nach Düsseldorf zurückreisen, sondern wurde umgebucht auf einen Flug nach Madrid, wo der Flughafen als einer der wenigen europäischen Airports noch offen war. Der spanische LCC-Partner Columbus war alarmiert, kümmerte sich um die Gruppe in Madrid und besorgte Zugtickets für die Fahrt Madrid- Barcelona. Dort betreute der spanische LCC-Partner die deutsche Gruppe solange bis ein Bus bereit stand, der sie nach Hause nach Düsseldorf brachte. 

Foto: Carstino Delmonte/ Touristikpresse.net

 







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