Empfehlungen zur Basisförderung und Spielstättenförderung für die Jahre 2011/2012


30 Mai 2010 [17:57h]     Bookmark and Share




Die Jury hat dem Kulturstaatssekretär André Schmitz zur Vergabe der Fördermittel an privatrechtlich organisierte Theater und Theater- und Tanzgruppen in Berlin ihre Empfehlungen für die Basisförderung sowie die zweijährige Spielstättenförderung im Zeitraum 2011/2012 unterbreitet.

Berlin – Im Rahmen der Projektförderung sind die Basis- und die zweijährige Spielstättenförderung neben der Einzelprojekt-, der einjährigen Spielstätten- und der Einstiegsförderung zwei wichtige Fördersäulen für die Unterstützung der freien Theater- und Tanzszene in Berlin.

Den Jurymitgliedern Ute Büsing, Dr. Susanne Foellmer, Nina Peters, Philippe Bischof, Gerd Hartmann und Dr. Gerhard Müller lagen insgesamt 77 Anträge mit einem Gesamtantragsvolumen von rd. 8,2 Mio € für das Jahr 2011 und 9,05 Mio € für das Jahr 2012 vor. Ihr Votum sieht vor, dass im Förderzeitraum 2011/12 insgesamt 24 Theater- und Tanzgruppen eine jährliche Basisförderung von rd. 1,912 Mio € erhalten werden. Des Weiteren sollen 3 Spielstätten eine zweijährige Förderung von insgesamt 416 T€ pro Jahr erhalten.

Herr Staatssekretär André Schmitz dankte der Jury ausdrücklich für ihre engagierte und fachkundige Arbeit. Er unterstrich, „dass die Kulturpolitik im Land Berlin auch weiterhin daran festhalten wird, sich bei ihren Entscheidungen durch externen Sach- und Fachverstand beraten zu lassen und deshalb den Empfehlungen der Jury folgen werde.

Die Empfehlungen für die Basisförderung 2011 und 2012 sieht wie folgt aus:
 
 

Empfehlungen zur Basisförderung 2011/2012

                                    Förderung  Förderung

                                        2011       2012

Basisförderung 2009/2010

 

Kinder-/Jugendtheater

 

ATZE Musiktheater    172.000  172.000

Platypus Theater      80.000    50.000

Theater o.N.       55.000    55.000

Insgesamt     307.000  277.000

 

Puppen-/Figurentheater

 

Das Weite Theater      55.000    55.000

Hans Wurst Nachfahren     75.000    75.000

Puppentheater auf der Zitadelle     45.000    45.000

Fliegendes Theater      55.000    55.000

Das Helmi       40.000    50.000

Insgesamt     270.000  280.000

 

Tanz-/Tanztheater

 

cie.toula limnaios    110.000  110.000

Rubato        80.000    80.000

Tanztage Berlin       53.000    53.000

Winkler, Christoph      70.000    70.000

Ciupke, Christina      40.000    40.000

Insgesamt     353.000  353.000

 

Sprechtheater

 

English Theatre Berlin    110.000  110.000

Theater Thikwá       90.000    90.000

Lubricat       80.000    80.000

aufBruch Kunst Gefängnis Stadt    70.000    70.000

Kroesinger, Hans-Werner     70.000    70.000

Insgesamt     420.000  420.000

 

Performance

 

Gob Squad       72.175    92.925

andcompany & Co      50.000    50.000

She She Pop       80.000    80.000

Insgesamt     202.175  222.925

 

Musiktheater

 

Schlossplatztheater      70.000    70.000

Zeitgenössische Oper    190.000  190.000

Novoflot     100.000  100.000

Insgesamt     360.000  360.000

 

Gesamt             1.912.175            1.912.925

 
 
 
 
 
 
 
 

Spielstättenförderung 2011/2012

 

Ballhaus Ost     130.000  130.000

Tanzfabrik     156.000  156.000

DOCK 11     130.000  130.000

Insgesamt     416.000  416.000

 

Kulturstaatsekretär André Schmitz dankt der Jury für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit.

 

Die Förderliste 2011/12 ist im Internet unter http://www.kultur.berlin.de zu finden.

 

Stellungnahme der Jury zur Förderempfehlung

 

Die Jury hat sich über etwa zwei Monate hinweg ein detailliertes Bild von den 60 Anträgen auf Basisförderung und den 17 Anträgen auf Spielstättenförderung zu machen gesucht. Erstmals lud  sie im Vorfeld der Antragsstellung zu einem offenen Informationsgespräch ein, das regen Anklang fand und zahlreiche spätere Antragsteller versammelte.  Auf Wunsch verschiedener  Gruppen fanden  vor den Beratungen auch vereinzelte Treffen mit Antragstellern statt,  dies jedoch ohne Präjudizwirkung und nie mit der Gesamtjury.

 

Als Resultat ihrer Beratungen (bei fünf ganztägigen Sitzungen) schlägt die Jury die Befürwortung von 24 Anträgen (Gruppen, Festivals oder Spielstätten) aus den Bereichen Tanz, Performance, Sprechtheater, Musiktheater, Puppen-/Figurentheater und Kinder-/Jugendtheater für eine Basisförderung 2011/12 und/oder Spielstättenförderung vor. Das sind sechs Gruppen weniger als 2009/10.

 

Die Jury hat sich bei ihrer Auswahl von drei Grundgedanken leiten lassen.

Zum einen soll, wie schon in der Entscheidungsrunde vor zwei Jahren, eine Arbeitskonstanz bei all jenen Gruppen nachhaltig gefördert werden, deren Aktivitäten nach allgemeiner Einschätzung eine große künstlerische Relevanz und Ausstrahlung haben und deren Konzepte dies auch für die Zukunft versprechen.

Zum anderen möchte die Jury den Akzent weiterhin auf innovative Ansätze  legen und die Basisförderung entsprechenden Formationen zugänglich machen. Die Jury versteht das Instrument der Basisförderung sowohl als Bestandssicherung bewährter Gruppen als auch als Möglichkeit, verheißungsvollen jungen Formationen eine Arbeitsgrundlage zu geben .

Drittens wollte die Jury die bereits geförderten Formationen aus den vorhandenen Fördergeldern (die leider nicht mehr werden) zumindest mit einem leichten Teuerungsausgleich versehen. Folge davon war allerdings, dass die Anzahl der geförderten Gruppen leicht reduziert werden musste.

Die Basisförderung soll und muss ein Förderinstrument bleiben, das eine gewisse Beweglichkeit hat. So schmerzhaft es für betroffene Gruppen sein mag, so wichtig ist es für die Lebendigkeit der Berliner Szene, dass es keine Abonnements auf Förderung gibt. Einige bisher geförderte Gruppen sind aufgrund der Beurteilung durch die Jury nicht mehr berücksichtigt worden. Ihnen stehen indes weiterhin die Fördermittel aus den Einzelprojekten offen.

 







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