Flughafen Frankfurt nimmt zwei neue Kontrolltürme in Betrieb


24 Apr 2010 [15:37h]     Bookmark and Share




Dezentrale Vorfeldkontrolle schafft Voraussetzung für Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest

FRANKFURT – Am Wochenende nimmt Flug­hafenbetreiber Fraport zwei neue Vorfeldkontrollen in Betrieb. Die Kontrollkanzeln auf dem Flugsteig A des Terminals 1 und auf dem CD-Riegel zwischen Terminal 1 und 2 ersetzen die zentrale Vorfeldkontrolle, die sich bisher auf der Mittelachse des Terminals 1 befand. Mit der Eröffnung der neuen Kontrolltürme trägt Fraport dem steigenden Verkehrsaufkommen der letzten Jahre Rechnung und schafft die infrastrukturelle Vorausset­zung für die Anbindung der künftigen Landebahn Nord­west, die zum Winterflugplan 2011/2012 in Betrieb gehen soll.

„Der Flughafen wächst. Mit ihm müssen auch Umfang und Produktivität der Prozesse wachsen. Wesentliche Voraussetzung hierfür ist eine leistungsfähige Infra­struktur, die heute bereits auf die Herausforderungen von morgen ausgelegt ist“, kommentierte Dr. Stefan Schulte das Konzept der beiden neuen Kontrolltürme. Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG bezeichnete den Flughafen als technischen Betrieb mit unvergleich­lich komplexen und voneinander abhängigen Abläufen.

Die müssten reibungslos funktionieren, um Airlines und Passagieren ein Premium-Produkt garantieren zu kön­nen. Mit der Investition von 16 Millionen Euro in die Ein­richtung der beiden neuen Vorfeldkontrollen sei man diesem Service-Gedanken konsequent gefolgt. Dem Kontrollpersonal stünden nunmehr neueste technische Mittel zur Verfügung, um das Leistungspotenzial der Flughafen-Infrastruktur voll ausschöpfen zu können.

Die 80 Vorfeldlotsen der Fraport AG, die jeweils in drei Schichten im Einsatz sind, koordinieren rollende sowie geschleppte Flugzeuge auf ihrem Weg von der Parkpo­sition zum Bahnsystem und umgekehrt. Außerdem ob­liegt dem Team der Vorfeldkontrolle die Koordination der Leitfahrzeuge, auch Follow-mes genannt, und – bei Schneefall – die Steuerung des Winterdienstes zur Räumung des Bahnsystems.

In den Zuständigkeitsbereich der Vorfeldkontrolle fallen sämtliche Vorfeldflächen nördlich des Parallelbahnsys­tems sowie im Süden die Frachtvorfelder und das General Aviation Terminal. Gearbeitet wird auf Sicht, zur Unterstützung können die Lotsen auf Bodenradar und Kameras zurückgreifen. Dirigiert wird per Flug- und Betriebsfunk.

Die neuen Räumlichkeiten der Vorfeldkontrolle verfügen nicht nur über anspruchsvolle Rollkontroll-Technik. Sie bieten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch zahlrei­che Annehmlichkeiten, die den Arbeitsalltag ungemein erleichtern. Hierzu zählen beispielsweise speziell kon­zipierte Arbeitstische, die eine individuelle Regulierung der Beleuchtung, des Sonnenschutzes und der Tempe­ratur ermöglichen.







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