Japanische Höflichkeit und deutsche Sauberkeit sind das Maß aller Dinge


08 Jul 2009 [15:01h]     Bookmark and Share




Expedia befragte Hoteliers weltweit zum Verhalten von Hotelgästen aus 27 Ländern

München – 8. Juli 2009. Die Japaner scheinen den ersten Platz im jährlichen „Best Tourist“-Ranking von Expedia abonniert zu haben. Wie schon in den vergangenen Jahren sind sie 2009 in zahlreichen Kategorien führend. Einzig in Sachen Sauberkeit laufen ihnen die Deutschen den Rang in Europa ab. Diese und andere Ergebnisse veröffentlicht das Online-Reiseportal Expedia heute im Rahmen einer weltweiten Umfrage mit dem Marktforschungsinstitut TNS Infratest. Mehr als 4.500 Hotelmanager auf der ganzen Welt wurden zum Verhalten von Touristen aus 27 Ländern befragt. Aus den Einzelwertungen in insgesamt neun Kategorien unter anderem zu den Themen Höflichkeit, Kleidungsstil und Ordnung ergibt sich ein Gesamtranking nach Nationen.

Musterschüler Japan

Vorbild für Touristen aus aller Welt sind die Japaner – zumindest nach Meinung der befragten Hoteliers. Ob Benehmen, Höflichkeit, Lautstärke oder Zufriedenheit, sie sind durch ihre Verhaltensweise weltweit mit Abstand die beliebteste Nation. Eine Ausnahme bildet das Thema Geld. Hier punkten vor allem die US-Amerikaner und die Briten mit ihrer Großzügigkeit. Auch das Trinkgeld sitzt bei ihnen am lockersten.

Platz zwei und drei im Gesamtranking belegen die Briten und die Kanadier. Allerdings ist bei den Briten das Bild zweigeteilt. Während sie in Europa kritisch beäugt werden, gehören sie in Amerika zu den klaren Lieblings-Touristen. Das Schlusslicht im Gesamtranking bilden die Franzosen und die Spanier.

Gerücht widerlegt: Die Deutschen sind keine Geizhälse

Das Vorurteil des knausrigen Deutschen ist passé. Die Ergebnisse der „Best Tourist“-Studie belegen, dass sie weltweit zu den fünf spendabelsten Nationen zählen. Auch der Ruf als Beschwerde-Weltmeister ist überholt. Vielmehr kommen die größten Kritiker aus den USA, Großbritannien und Frankreich. Insgesamt erleiden die Deutschen dennoch einen kleinen Imageverlust im Vergleich zu 2008. Nach dem zweiten Platz im Vorjahr rangieren sie jetzt weltweit an vierter Stelle – nach den Briten und den Kanadiern. Innerhalb Europas konnten sie jedoch ihre Position behaupten und gehören wie im Vorjahr nach den Japanern zur beliebtesten Nation. Dazu beigetragen haben vor allem die typisch deutsche Sauberkeit, das ruhige Verhalten und allgemein gutes Benehmen. Seit Jahren zählen die Deutschen auch zu den Nationen, die sich am meisten Mühe geben, Kenntnisse in der Landessprache zu erwerben. Punktabzug gab es hingegen in Europa für Unhöflichkeit. Bei ihrem Aufenthalt auf anderen Kontinenten scheinen sich die Deutschen mehr anzustrengen. So beurteilen Amerikaner und Asiaten sie als freundlich und großzügig.

Stilikone Italien – Krachmacher USA – Heimspiel in der Schweiz

Ein ausgeprägtes Modebewusstsein wird weltweit den Italienern bescheinigt. Den Briten schreiben nur die Amerikaner einen guten Kleidungsstil zu – die Europäer sehen dies ganz anders. Hier belegen sie den vorletzten Platz. Ein lautes Auftreten mit viel Remmidemmi im Urlaub wird allgemein den Südeuropäern und US-Amerikanern nachgesagt. Im eigenen Land am beliebtesten sind die Kanadier und die Schweizer. Spanier und Franzosen sollten lieber außerhalb der Heimat Urlaub machen.

Gesamtranking der beliebtesten Touristen:

Platz 1: Japaner

Platz 2: Briten

Platz 3: Kanadier

Platz 4: Deutsche

Platz 5: Schweizer

Platz 6: Niederländer / Australier

Platz 7: Schweden / US-Amerikaner

Platz 8: Dänen / Norweger / Finnen / Belgier

Platz 9: Österreicher / Neuseeländer

Platz 10: Thailänder

Platz 11: Portugiesen / Tschechen

Platz 12: Italiener / Iren / Brasilianer

Platz 13: Polen / Südafrikaner

Platz 14: Türken / Griechen

Platz 15: Spanier

Platz 16: Franzosen







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