Kühne-Hörmann/Posch: Weitere Aufwertung unserer Welterbestätten fördert wirtschaftliche Entwicklung und sichert Arbeitsplätze


15 Jun 2009 [15:07h]     Bookmark and Share




Bund fördert Kloster Lorsch, Grube Messel, Oberes Mittelrheintal und Limes aus dem Investitionsprogramm für nationale UNESCO-Welterbestätten mit zwölf Millionen Euro / Land finanziert Komplementärmittel von 8,4 Millionen Euro

Alle vier hessischen Welterbestätten – Kloster Lorsch, Grube Messel, Oberes Mittelrheintal und der Limes – werden aus dem Investitionsprogramm des Bundes zur Förderung nationaler UNESCO-Welterbestätten mit insgesamt knapp zwölf Millionen Euro gefördert. Hinzu kommen gut 8,4 Millionen Euro aus Landesmitteln. Das haben Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann und Wirtschaftsminister Dieter Posch heute in Wiesbaden mitgeteilt. „Kommunen und Land haben hier an einem Strang gezogen“, hoben beide hervor. „Durch die weitere Aufwertung unserer Welterbestätten fördern wir gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Regionen und sichern damit nicht zuletzt auch Arbeitsplätze.“
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hatte insgesamt 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um dringend notwendige Investitionen in den Erhalt der historischen Stätten von Weltrang zu ermöglichen. Daraufhin hatten die Kommunen Lorch am Rhein (Hilchenhaus), Lorsch/Bergstraße (Kloster Lorsch), Messel (Grube Messel) sowie Bad Homburg, Bad Nauheim, Hungen, Limeshain, Neuberg Ober-Mörlen und Pohlheim (Limes) entsprechende Anträge gestellt, die nach fachlicher Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege von Minister Posch und Ministerin Kühne-Hörmann dem Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee zur Förderung vorgeschlagen wurden.
Eine Expertenkommission hat nun über 281 Anträge aus ganz Deutschland entschieden, von denen 119 als besonders empfehlenswert eingestuft wurden. Zu den zehn Mitgliedern des Gremiums gehörten neben anderen Prof. Dr. Michael Petzet (Präsident des Internationalen Rats für Denkmalpflege ICOMOS) und Prof. Dr. Gottfried Kiesow
(Vorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz). Aufgrund der Empfehlung der Expertenkommission werden nun im Bundesbauministerium die Förderbescheide ausgearbeitet.
Das Hilchenhaus in Lorch soll für insgesamt 6,6 Millionen Euro wiederhergestellt werden. Der Bund fördert das Projekt nun mit 5,3 Millionen Euro, das Land gibt 600.000 Euro. Hinzu kommen 656.000 Euro von der Kommune und 100.000 Euro vom Rheingau-Taunus-Kreis.
Beim Kloster Lorsch geht es darum, die einstige Bedeutung der Anlage durch die behutsame Rückführung des Klostergeländes zu seiner ursprünglichen Topographie, durch Vermittlung des klösterlichen Lebens, Denkens und der Klostergeschichte sowie durch Kenntlichmachung der einstigen Bebauung beim Kloster besser erkennbar werden zu lassen. Hier liegen die Gesamtkosten bei 11,5 Millionen Euro, von denen 4,67 Millionen vom Bund und 4,1 Millionen vom Land finanziert werden. Die Stadt Lorsch beteiligt sich mit 2,7 Millionen Euro. 
In Messel soll die Zugangsstraße saniert werden, um die einzige Weltnaturerbestätte in Deutschland einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Von den Gesamtkosten in Höhe von knapp 3,36 Millionen Euro übernimmt der Bund 1,12 Millionen und das Land 2,24 Millionen.
Auf der Saalburg bei Bad Homburg besteht die dringende Notwendigkeit, die historische Bausubstanz der unter Kaiser Wilhelm II. rekonstruierten Anlage weiter zu sanieren und zu konservieren. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,17 Millionen Euro; der Bund trägt davon 734.000 Euro, das Land 1,44 Millionen.







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