Jeder Stein erzählt Geschichte


20 Dez 2006 [11:51h]     Bookmark and Share




Land der Verheißung für die Hebräer, Schauplatz des Alten und Neuen Testaments und der Himmelfahrt des Propheten Mohammed – all das ist Israel, das Heilige Land.

Weit in die Vergangenheit reichen die kulturellen Wurzeln des biblischen Palaestina, wo 800.000 Jahre alte Spuren des Steinzeitmenschen „homo erectus“ gefunden wurden und bereits vor ueber 12.000 Jahren die ers-te befestigte Stadt der Welt existierte: Jeri-cho. Das Land an der Schnitt-stelle von Afrika, Europa und Asien weckte viele Begehrlichkeiten: Hier herrschte eine lange Riege von Eroberern, darunter Babylonier, Perser, Roemer, Byzantiner, Araber, Kreuzfahrer, Osmanen und Briten. 1948 wurde der Staat Israel gegruendet, in den Juden aus aller Welt einwanderten. Auf einer Flaeche, die etwa so groSS wie Hessen ist, begegnet man heute einem Kaleidoskop von Kulturen und Religionen und groSSartigen Zeugnissen der Geschichte. Beeindruckend ist auch die landschaftliche Vielfalt Israels, die von Mittelmeer- und Rotmeerkueste ueber das gruene Bergland von Galilaea und die im Winter verschneiten Golanhoehen bis zum trockenen Jordangraben und der Weite der Wueste Negev reicht.

[GADS_NEWS]Hauptstadt der Religionen

Jerusalem, vor ueber 3000 Jahren von Koenig David gegruendet, ist das religioese Zentrum der Welt. Die Vielvoelkermetropole in den Bergen Judaeas, inzwischen weit ueber ihre alten Grenzen hinausgewachsen, ist die Tempelstadt Davids und Salomons, Staette der Passion und Auferstehung Christi und der Ort, von dem der Prophet Mohammed der UEberlieferung zufolge mit seinem Pferd Burak in den Himmel ritt. Jerusalem ist reich an Sehenswuerdigkeiten und versammelt die bedeutendsten Heiligtuemer der drei monotheistischen Weltreligionen: die „Klagemauer“, die Grabeskirche sowie die Al-Aqsa-Moschee und den maerchenhaften, von einer prachtvollen goldenen Kuppel gekroenten Felsen-dom. Beide Mo-scheen liegen auf dem Tempelberg, der nach Mekka und Medina wichtigster Wallfahrtsort des Islam ist. Hier standen  auch  die  juedischen  Tempel.  70  n.  Chr. wurde der zweite durch die Roemer zerstoert. Heute beten die Juden an den Fundamenten, die das Plateau des Tempelbergs stuetzen; das groeSSte Heiligtum ist die Westliche Mauer, die bis zu 15 Meter hohe „Klagemauer“. Noerdlich des Tempelbergs beginnt die Via Dolorosa, die den Leidensweg Christi nachzeichnet. Sie fuehrt durch das muslimische Viertel bis zur Grabeskirche, die von Konstantin dem GroSSen zwischen 326 und 335 dort erbaut wurde, wo sich Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung ereignet haben sollen. In der verwinkelten Altstadt gehen das juedische, das christliche und das muslimische Viertel mit ihren Gotteshaeusern nahtlos ineinander ueber. Die komplett erhaltene, zwoelf Meter hohe Stadtmauer, die der tuerkische Sultan Sulaiman im 15. Jahrhundert auf antiken Fundamenten erbaute, umgibt das Gewirr von Gassen und Daechern, auf das sich vom OElberg ein atemberaubender Blick bietet.


Fruchtbare Huegel und Wuestenland

Wasserreiche Berge und sanfte Huegel praegen Galilaea, den gruenen Norden Israels. Hier, in der Heimat Jesu, kann man vielerorts auf fruehchristlichen Spuren wandeln. In Nazareth markiert die Verkuendigungskirche die Stelle, an der der Erzengel Gabriel Maria die Geburt Christi verkuendete. In Kapernaum am See Genezareth, der wie ein Saphir inmitten ueppiger subtropischer Vegetation liegt, begegnete Jesus den Aposteln Simon Petrus und Andreas, hier und in der Umgebung predigte er seine neue Lehre und vollbrachte Wunder, etwa auf dem Berg der Selig-preisungen und in Tabgha, wo die Kirche der Brotvermehrung und die St. Peterskapelle an Schluesselereignisse der christlichen Kirchengeschichte erinnern.

Im Sueden Israels liegt die gewaltige Negev-Wueste, die Schauplatz des Exodus ist. Wie ein dreieckiger Keil trennt sie AEgypten und Jordanien und reicht bis ans Rote Meer nach Eilat. Im Osten des Negev liegt auf 400 Metern unter NN der tiefste Punkt der Welt: das Tote Meer. Surreal ist diese Landschaft, wo unter flirrender Hitze stellenweise Salzsaeulen aus dem extrem salzhaltigen Wasser wachsen. Auf einem Tafelberg nahe des suedwestlichen Ufers erhebt sich die imposante, von Herodes errichtete Festung Massada, die waehrend des juedisch-roemischen Krieges im Jahr 73 als letzte juedische Bastion fiel. Eindrucksvolle Kultur- und Naturdenkmaeler bietet der suedliche Negev mit den 6000 Jahre alten Kupferminen von Timna und den bizarren Felsformationen der „Saeulen Salomons“.






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