Zentralamerika – Wo der Kaffee wächst


14 Feb 2016 [14:59h]     Bookmark and Share


Zentralamerika – Wo der Kaffee wächst

Foto: Carstino Delmonte



Zweifelsohne zählt Kaffee zu den Lieblingsgetränken der Deutschen. Für viele beginnt ein guter Tag mit einer Tasse frisch gebrühtem Kaffee. In allen Ländern Zentralamerikas wird Kaffee angebaut und einst bestanden hier enge Bande zu Deutschland.

Bad Vilbel – Aus Hamburg, einem der wichtigsten Handelshäfen für Rohkaffee, zog es im 19. Jahrhundert viele hanseatische Kaufleute in mittelamerikanische Länder wie Guatemala, Nicaragua und Costa Rica. Dort wurden Sie im Kaffeeanbau tätig und gaben den Wirtschaften wichtige Impulse. Reisende können sich in Zentralamerika somit nicht nur anschauen, wo der Kaffee wächst, sondern auch auf Spurensuche einstiger deutscher Auswanderer gehen.

Honduras ist momentan der größte Kaffeeproduzent in Zentralamerika. Dort wachsen qualitativ hochwertige Hochlandkaffeesorten, so wie in der westlichen an Guatemala grenzenden Region Copán. Dort liegt auch die bedeutende, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Mayastätte gleichen Namens. Mehrere in der Umgebung gelegene Kaffeefincas öffnen inzwischen Reisenden ihre Türen und bieten Einblicke in den Produktionsprozess des Kaffees von der Kirsche bis zur Bohne an. Dazu gehören die Finca El Cisne oder die Finca Santa Isabel. Auch die honduranische Region Montecillos ist bekannt für besten Hochlandkaffee. Bei mildem Klima gedeihen die Kaffeepflanzen hier auf fruchtbarem Boden in sonnigen Höhenlagen unter schattenspendenden Bäumen besonders gut.

Bevor Honduras zum größten Kaffeeproduzenten in Zentralamerika aufstieg, führte Guatemala für lange Zeit diese Spitzenposition an. Im 19. Jahrhundert lag der Kaffeeanbau fast ausschließlich in deutscher Hand, so dass noch heute Nachnamen wie Giesemann, Lüttmann, Edelmann und Kahle kursieren. Besucht man Guatemala kommt man um einen Besuch der prächtigen Kolonialstadt Antigua Guatemala nicht umhin – ein wahrhaftes Paradies für jeden Kaffeeliebhaber. Schließlich gibt es hier an jeder Ecke urige Cafés, wo man die im Land produzierten Kaffeesorten kosten kann; zu den Traditionshäusern zählt das Café Condesa. Im Kulturzentrum La Azotea bei Antigua können Besucher im Kaffeemuseum mehr über die Geschichte des Kaffeeanbaus im Land erfahren. Zudem bieten örtliche Reiseveranstalter Ausflüge zu Kaffeeplantagen in der Umgebung an.

Das Interesse für Nicaragua setzte in Deutschland ab den 1840er Jahren ein. Die Deutschen waren es, die herausfanden, dass sich der dortige Boden ideal für den Kaffeeanbau eignet. Das nördliche Departament Matagalpa bildete sich zum Zentrum des deutschen Kaffeeanbaus aus und so ist es nicht verwunderlich, dass Reisende dort auf ein kleines Paradies namens „Selva Negra“, zu Deutsch: Schwarzwald, stoßen. Die Inhaber, Eddy und Mausi Kühl, sind beide Nachkommen deutscher Einwanderer und bieten auf ihrer Ökolodge vielseitige Aktivitäten für Touristen an. Im nahegelegenen Ort San Ramón bietet die Landwirtschaftskooperative UCA San Ramón Touren zum Thema nachhaltige Landwirtschaft, zur Kultur und Küche auf dem Land sowie saisonal zur Kaffeeernte an. Dann befindet man sich in Nicaragua aber schon mitten auf der „Ruta de Café“ die durch fünf Verwaltungsbezirke im Norden führt.

Mehrere Reiseveranstalter und Airlines bieten Verbindungen oder Reisen nach Mittelamerika an. Hier eine kleine Auswahl der Anbieter:

Ltur.de                        Tui.de                             ITS.de

 

KLM.com                   Airfrance.com              Flytap.com

Lufthansa.com          Iberia.com

 

Foto: Carstino Delmonte

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