Internet-Reisebüros verlangen Preisaufschläge


28 Jan 2010 [08:23h]     Bookmark and Share


Internet-Reisebüros verlangen Preisaufschläge

Internet-Reisebüros verlangen Preisaufschläge



Großer Test zeigt: Örtliche Reisebüros im Durchschnitt günstiger als die Konkurrenz im Internet. Ärgerlich: Viele Anbieter wählen ähnlich wie manche Fluglinien automatisch Versicherungen durch voreingestellte Häckchen im Online-Formular aus.

Hamburg – Väterchen Frost hat das Land noch fest im Griff, aber für die Planung des Sommerurlaubs ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Denn alle großen Veranstalter haben jetzt ihre brandneuen Angebote in Katalogen und im Internet veröffentlicht. Wer seine Pauschalreise frühzeitig bucht, kann sich Preisvorteile sichern. Ob Internet-Reisebüros günstigere Angebote als örtliche Reisebüros bieten, hat COMPUTERBILD getestet (Heft 3/2010).

Bei acht Internet-Reisebüros fragte COMPUTERBILD die Preise für insgesamt 100 Pauschalreisen ab, alle mit festgelegten Reisedaten. Für 30 dieser Komplettangebote holten die Tester zum Vergleich Angebote von bundesweit 72 Reisebüros ein. Das Ergebnis überrascht: Häufig waren die örtlichen Reisebüros günstiger als die Online-Konkurrenz. Bei Lastminute.de kostete beispielsweise eine 14-tägige Reise nach Dubai für zwei Personen insgesamt 4.372 Euro. In einem First-Reisebüro gab es ein Angebot mit exakt gleichen Leistungen schon für 2.832 Euro – eine Ersparnis von 1.540 Euro. Insgesamt hatten die „Reisebüros  um die Ecke“ für 17 der 30 überprüften Pauschalreisen die günstigsten Angebote. Nur bei fünf Reisen waren sie am teuersten.

Erfreulich: Bei der Buchung übertrugen alle Internet-Reisebüros sensible Adress- und Zahlungsdaten verschlüsselt und somit sicher. Ein großes Ärgernis waren hingegen Reiseversicherungen, die fast alle Internet-Reisebüros bei der Buchung automatisch hinzufügten. Wer vergisst, den Reiseschutz wieder abzuwählen, bucht für viel Geld die unter Umständen überflüssige Police mit. Als einziger Anbieter im Test informierte Travelchannel über Reiseversicherungen und ließ dem Kunden dann die freie Wahl. Auch die Zahlung kann sich als Kostenfalle herausstellen. So verlangen manche Veranstalter für die Reisebuchung per Kreditkarte Gebühren von beispielsweise 30 Euro.

Eine weitere Falle kann in den allgemeinen Geschäftsbedingungen lauern. So wiesen etwa die AGB im Internet-Reisebüro
Ab-in-den-urlaub.de gravierende Mängel auf, etwa bei Fristen für Schadensersatzforderungen – Abwertung auf „mangelhaft“.

Den COMPUTERBILD-Testsieg sicherte sich der Internetanbieter Travelchannel mit den zweitgünstigsten Preisen, komfortablen Such- und Buchungsfunktionen sowie durch einfache Bedienung. Etwas günstigere Preise für die 100 überprüften Reisen bot nur
Travelscout24.

 

Foto: Carstino Delmonte/ Touristikpresse.net

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